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«Einkesseln ist das äusserste Mittel»

Von schwer verletzten Velofahrern bis zu Fussball-Gewalttätern: Die Grüne Karin Rykart trägt die Verantwortung für die Sicherheit in der Stadt Zürich. Foto: Reto Oeschger

Frau Rykart, wie hat das Sicherheitsdepartement Sie empfangen?

Dachten Sie beim Einarbeiten oft: «Ernsthaft, das muss ich jetzt auch noch entscheiden?»

War es ein so grosser Schritt, wie es von aussen wirkt – von der Chefin einer Kinderkrippe an die Spitze eines so riesigen und hierarchischen Apparates?

In einer linken Stadt wie Zürich steht eine linke Politikerin, die mit Repression für Sicherheit sorgen muss, schnell von allen Seiten in der Kritik. Wie gehen Sie damit um?

«Sicherheit ist ein männerdominiertes Thema. Das will ich ändern.»

Sie waren keine 100 Tage im Amt, als am Bellevue Polizisten und Rettungskräfte angegriffen wurden. Sie reagierten unmittelbar und verkündeten die Einführung von Bodycams, die sie davor ablehnten. Es wirkt, als würden Sie unter Druck schnell nachgeben.

Also haben Sie sich vorher einfach nicht genug mit den Bodycams auseinandergesetzt?

Die Wissenschaftler, welche die Bodycam-Pilotstudie durchführten, konnten nicht eindeutig belegen, dass sich Mob-Gewalt wie am Bellevue damit reduzieren liesse.

Der Zeitpunkt erweckt ­trotzdem den Eindruck, als hätte die Polizei die Gunst der Stunde genutzt.

Bei Ihrem letzten Auftritt kündigte der Polizekommandant auch den vermehrten Einsatz von temporären, mobilen Kameras gegen Fangewalt an. Auch das war zuvor nicht in Ihrem Sinne.

Sie stimmen nicht ganz mit dem Polizeikommandanten überein?

Ging es bei der Pressekonferenz mit drei Stadträten und den Clubpräsidenten nicht vor allem darum, das neue Stadion zu retten, indem man Aktionismus signalisiert?

«Ein Teil der Täter ist sehr jung. Wir wollen sie schon in der Schule erreichen.»

Der Polizeikommandant hat auch vermehrte Einkesselungen von Fans angekündigt. Kameras und Kessel – ist das die Rykart-Polizei?

Ein Teilprojekt ist die Prävention. Gibt es bereits ersteErkenntnisse?

Wann werden Sie erste ­Resultate präsentieren können?

Abgesehen davon – welche Schwerpunkte haben Sie sich für Ihre Amtszeit gesetzt?

Sie haben kein Auto. Kann Zürich sich erstmals auf ein funktionierendes Velowegnetz freuen?

Und wie werden Sie der Polizei Ihre Handschrift verpassen?

Wie wollen Sie das erreichen?

Sie haben es in der Hand! Werden Sie auf eine Quote setzen?