Erfolg für Anwohner: Stadt streicht in Höngg weniger Parkplätze

Statt über hundert Parkplätzen in der blauen Zone verschwinden nur knapp 50 – dank einer Flut von Einwendungen gegen zwei Projekte der Stadt Zürich.

Im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen sollen hier über 50 Parkplätze weniger abgebaut werden: Die Segantinistrasse im Quartier Höngg. Bild: Stefan Hohler

Im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen sollen hier über 50 Parkplätze weniger abgebaut werden: Die Segantinistrasse im Quartier Höngg. Bild: Stefan Hohler

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Weil der Belag in der Segantini- und der Kettbergstrasse in Höngg in schlechtem Zustand ist, muss er erneuert werden. Dabei will das Tiefbauamt gleich auch Strasse und Trottoir verbreitern, neue Fuss- und Radwege realisieren, Bäume pflanzen, neue Werkleitungen verlegen – und plante, 103 Parkplätze in der blauen Zone ersatzlos zu streichen.

Gegen diesen Abbau haben sich zahlreiche Anwohner gewehrt – mit Erfolg, wie sich jetzt zeigt: Die Stadt will nur rund 50 und damit deutlich weniger Parkplätze aufheben als ursprünglich vorgesehen. Das schreibt das Tiefbauamt heute Donnerstag in einer Mitteilung.

Abbau «nicht verträglich»

Zur neuen Einschätzung sei man nun aufgrund der 206 Einwendungen gegen die beiden Projekte gekommen, schreibt das Tiefbauamt. «In den Einwendungen wurden nachvollziehbare Gründe genannt, weshalb im Kettberg und in der Segantinistrasse ein Parkplatzabbau im ursprünglich vorgesehenen Umfang nicht verträglich ist.» So herrsche aufgrund der Hanglage, der unattraktiven Anbindung an den öffentlichen Verkehr und der vielen Anwohner im Einzugsgebiet nach wie vor ein hohes Bedürfnis nach Parkplätzen im öffentlichen Raum.

Im Projekt Kettberg verzichte man auf eine Verbreiterung des Trottoirs, wodurch statt einer Aufhebung aller Parkplätze 14 von 16 erhalten blieben. Und in der Segantinistrasse würden die Sichtverhältnisse bei privaten Zufahrten zwar verbessert, die entsprechende Norm aber nicht konsequent eingehalten, wodurch 134 statt nur 94 der insgesamt 181 Parkplätze erhalten blieben.

Gegen die überarbeiteten Pläne können direkt Betroffene wiederum Einsprache erheben. Baubeginn für beide Projekte ist frühestens Mitte 2021. (hwe)

Erstellt: 17.10.2019, 16:45 Uhr

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