Erstmals eine Verurteilung wegen Laserpointer-Angriff

Die Zürcher Justiz hat einen 44-jährigen Schweizer verurteilt, der einen Polizisten mit einem Laserpointer angegriffen hatte. Das Urteil ist eine Premiere.

Laserpointer können schweren Augenverletzungen verursachen.

Laserpointer können schweren Augenverletzungen verursachen. Bild: Sibylle Meier

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Beim Täter handelt es sich um einen arbeitslosen, Kokain konsumierenden Schweizer koreanischer Abstammung, der im Kreis 1 an der Limmat wohnt. Das schreibt «20 Minuten» in der heutigen Ausgabe. Der Vorfall geschah im letzten September. Der Mann habe zuerst in seiner Wohnung Kokain geraucht und sich anschliessend mit einem Laserpointer auf die Lauer gelegt. Sein Opfer habe er sich willkürlich ausgesucht.

Darum war es Zufall, dass der Mann mit seinem Laserstrahl ausgerechnet das Gesicht eines zivilen Kantonspolizisten traf. Dieser verspürte starke Schmerzen und wandte sich umgehend an seine Polizeikollegen. Die Polizei konnten den Täter rasch finden; in seiner Wohnung stellten sie insgesamt sieben Laserpointer sicher. Der 44-Jährige legte ein Geständnis ab. Der attackierte Polizist trug keine bleibenden Schäden davon.

Unbedingte Geldstrafe

Laut «20 Minuten» hat der zuständige Staatsanwalt den Täter per Strafbefehl verurteilt. Es ist ein Pilotentscheid. Zum ersten Mal ist ein Laser-Angreifer für seine gefährliche Tat zur Rechenschaft gezogen worden. Wegen versuchter Körperverletzung und Kokainkonsums muss der Täter eine unbedingte Geldstrafe von 3600 Franken tragen. Zudem wird er mit einer Busse über 300 Franken belegt und muss die Verfahrenskosten von 1280 Franken bezahlen.

«Der Beschuldigte hat billigend in Kauf genommen, dass sich der Geschädigte eine ernsthafte Verletzung an den Augen hätte zuziehen können», heisst es im Strafbefehl. Zum Motiv des Täters ist nichts bekannt. (han)

Erstellt: 30.06.2016, 08:16 Uhr

Artikel zum Thema

Geblendete Piloten

Die Zahl der Piloten, die in der Schweiz mit Lasern geblendet werden, nimmt markant zu. Was die Täter für einen Jux halten, kann zum Absturz führen. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Blogs

Sweet Home Die besten Orte für eine neue Ordnung

Geldblog Bei GAM fliessen weiterhin Vermögen ab

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Ganz schön angeknipst: Ein Mitglied des Bingo Zirkus Theater steht anlässlich des 44. internationalen Zirkusfestivals in Monte Carlo auf der Bühne. (16. Januar 2020)
(Bild: Daniel Cole ) Mehr...