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ERZ-Skandal: Neue Strafuntersuchungen

Neben dem ehemaligen Direktor des Entsorgungsamts Urs Pauli wird gegen sieben weitere Personen ermittelt.

Nicht nur der frühere ERZ-Direktor Urs Pauli ist im Visier der Justiz: Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen sieben weitere Personen.
Nicht nur der frühere ERZ-Direktor Urs Pauli ist im Visier der Justiz: Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen sieben weitere Personen.
Samuel Schalch

Der Skandal um Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) zieht weitere Kreise. Der Zürcher Staatsanwalt Andrej Gnehm ermittelt aktuell gegen insgesamt acht Personen, wie er auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» bestätigt. Ausserdem steht nicht mehr nur der Tatbestand der ungetreuen Amtsführung sondern auch jener der Urkundenfälschung im Vordergrund der Ermittlungen.

Heute wird Administrativuntersuchung publiziert

Bisher war nur bekannt, dass Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) im Mai 2017 seinen ehemaligen Chefbeamten Urs Pauli angezeigt hatte. Pauli hatte ERZ seit 2008 geleitet und dabei mutmasslich eine schwarze Kasse unterhalten und unrechtmässig einen teuren BMW als Dienstwagen gekauft. Ausserdem vergab er freihändig Aufträge, die eigentlich hätten öffentlich ausgeschrieben werden sollen.

Heute Mittwochnachmittag wird der Stadtrat zudem den Bericht zur Administrativuntersuchung im Zusammenhang mit den Vorgängen im ERZ sowie ein Massnahmenpaket vorstellen.

Untersuchung «in vollem Gange»

Im Januar dieses Jahres berichtete die «NZZ am Sonntag», dass Gnehm das Strafverfahren gegen einen zweiten Beschuldigten ausgeweitet hat, der früher eine Kaderposition bei der Stadt innehatte. Mittlerweile sind es nun insgesamt acht Personen.

Ob sie heute noch beim ERZ angestellt sind und was sie für Positionen bekleiden oder gehabt haben, sagt Gnehm «aus taktischen Gründen» nicht. Nur so viel: «Die Strafuntersuchungen und die polizeilichen Ermittlungen im Zusammenhang mit ERZ sind nach wie vor in vollem Gange.» Ein Abschluss des Verfahrens sei momentan noch nicht in Sicht.

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