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Es kommt Bewegung ins Beet für alle

Im geplanten Gartenareal Dunkelhölzli können künftige Pächter das Feld gemeinsam beackern. Ein weiterer Schritt zur Umsetzung des Projekts ist erfolgt.

Gemeinsames Gärtnern: So bewirbt Grün Stadt Zürich das neue Gartenareal im Internet
Gemeinsames Gärtnern: So bewirbt Grün Stadt Zürich das neue Gartenareal im Internet
PD

Die Stadt Zürich steigt ins urbane Gärtnern ein. Anders als in den übrigen städtischen Gartenarealen steht im Dunkelhölzli bald ein Bereich fürs gemeinschaftliche Beackern der Schollen zur Verfügung. Vorgestellt hat Grün Stadt Zürich das Projekt, das sie gemeinsam mit Entsorgung und Recycling Zürich am Siedlungsrand von Altstetten umsetzt, bereits vor zwei Jahren. Heute Mittwoch ist die Ausschreibung im «Tagblatt der Stadt Zürich» erfolgt. Die Planauflage dauert bis zum 30. März 2017.

Das Projekt vom Zürcher Landschaftsarchitekturbüro Studio Vulkan sieht den Abriss bestehender Bauten auf dem rund 3,8 Hektaren grossen Areal vor. Diese werden durch ein grosses Gemeinschaftsgebäude mit Fotovoltaikanlage auf dem Dach am Rand der Parzelle ersetzt. 16 Autoabstellplätze sind gemäss Ausschreibung in der Umgebung des neuen Gartenareals geplant. Die Bachläufe von Salzweg- und Thalbach werden geöffnet und zur Terraingestaltung umgeleitet.

Gemeinschaftsnutzung auf Fruchtfolgefläche

Grün Stadt Zürich plant eine Unterteilung des Dunkelhölzlis in sechs grosse Felder. Ein Teilbereich ist für klassische Familiengärten vorgesehen, die in Einzelparzellen unterteilt sind und je ein eigenes Gartenhäuschen aufweisen können. Ein Grossteil des Dunkelhölzligartens liegt jedoch auf einer Fruchtfolgefläche. Dies bedeutet, dass der Boden besonders schonend mit wenig Infrastrukturen bewirtschaftet werden muss.

Diese Voraussetzung erfüllen die geplanten Gemeinschaftsgärten laut Angaben von Grün Stadt Zürich, denn die künftigen Gärtnerinnen und Gärtnern teilen nicht nur das Beet, sondern auch kleine Gartenhäuschen, die sie als Garderobe und Werkzeugschuppen nutzen können. Die Art und Weise der Bewirtschaftung dieser Gartenflächen ist den Pächtern überlassen – von einzelnen Beeten bis zum Beackern grosser Flächen ist alles möglich.

Baustart 2018 geplant

Mit der Umgestaltung im Dunkelhölzli reagiert die Stadt auf die grosse Nachfrage nach Gartenflächen in Zürich und schafft gleichzeitig Platz für jene Pächter, die ihre Familiengärten wegen Neubauprojekten verlassen müssen. Das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement nennt konkret das Kleingartenareal «Bernstrasse/Vulkan», das vom Bau der geplanten Eishockeyarena betroffen ist, sowie das Areal «Juchhof», das einem Nationalstrassenprojekt weichen muss.

Derzeit führen Archäologen Sondierungen auf dem Dunkelhölzli-Areal durch, um allfällige Funde zu sichern. Tatsächlich haben erste Grabungen römische Funde, frühmittelalterliche Holzpfähle sowie Objekte aus der Zeit der Schlachten um Zürich im Jahre 1799 zutage gebracht.

Zur Umsetzung des Projekts beantragte der Stadtrat dem Gemeinderat im Dezember 2016 einen Objektkredit von insgesamt 12,788 Millionen Franken für das gesamte Bauvorhaben. Die entsprechende Weisung wird derzeit in der Spezialkommission Tiefbau- und Entsorgungsdepartement des Gemeinderats behandelt. Sollte der Kredit gutgeheissen werden und keine Einsprachen gegen das Projekt eingehen, will die Bauherrschaft 2018 mit der Realisierung beginnen. Ab 2019 könnte die Gartenanlage dann in Betrieb genommen werden.

Am Montag, 20. März 2017, zwischen 17.00 und 18.30 Uhr informieren Grün Stadt Zürich und Stadtrat Filippo Leutenegger über das Bauprojekt Gartenareal Dunkelhölzli. Die Veranstaltung findet im Kirchgemeindesaal der Reformierten Kirche Altstetten, Pfarrhausstrasse 21, 8048 Zürich, beim Lindenplatz, statt.

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