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«Es wird in Russland eine Revolution geben»

Per Liveschaltung sprach Michail Chodorkowski gestern zum Publikum der Filmpremiere von «Citizen Khodorkovsky» in Zürich – und kündigte seine Pläne an.

«Putin wird irgendwann gehen»: Menschenrechtler Michail Chodorkowski spricht über Russlands Zukunft. Video: Stefanie Hasler, Peter Hammann

An der Zürcher Filmpremiere von «Citizen Khodorkovsky» war der ehemalige russische Oligarch und heutige Menschenrechtler live aus London zugeschaltet. Im Interview mit dem ehemaligen Chefredaktor des« Tages-Anzeigers», Res Strehle, sprach er über seinen Wegzug aus der Schweiz und die Zukunft Russlands.

Michail Chodorkowski verneinte dabei ausdrücklich, vor seiner Entlassung dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin irgendwelche Zusagen gemacht zu haben: «Noch Stunden vor der damaligen Freilassung habe ich deutlich gemacht, dass ich nicht ruhig zu Hause sitzen werde. Und ich habe nochmals gefragt, ob es eine rote Linie gäbe, die ich nicht zu überschreiten habe. Ich wollte, dass diese Frage geklärt wird, bevor man mich entlässt. Und es gab keine rote Linie, es wurden also keine Bedingungen gestellt.»

Von den Duma-Wahlen im kommenden Herbst erwartet Chodorkowski keine politische Veränderung, langfristig aber hält er eine Revolution gegen das Putin-Regime für unvermeidlich. Seine eigene Rolle in einer Nach-Putin-Ära sieht er als Teil eines breiten Bündnisses aller demokratischen Kräfte. Nach London gezogen sei er nicht aus Sicherheitsgründen, denn in einer Grossstadt sei man unsicherer als im ruhigen Rapperswil. Aber nach Jahren in der russischen Lagerhaft fühle man sich überall sicherer, meinte Chodorkowski abschliessend.

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