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ETH will Flüchtlinge Deutsch lehren

Die ETH und die Universität Zürich wollen geeigneten Flüchtlingen einen unbürokratischen Zugang zu einem Studium ermöglichen – notfalls mit einem Deutschkurs.

«Wir werden keine Personen aufnehmen, die chancenlos sind, ein Studium an der ETH zu bestehen»: Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich.
«Wir werden keine Personen aufnehmen, die chancenlos sind, ein Studium an der ETH zu bestehen»: Lino Guzzella, Präsident der ETH Zürich.
Peter Schneider, Keystone

Die ETH Zürich reagiert auf die aktuelle Flüchtlingskrise und will künftig Sprachkurse für Flüchtlinge anbieten. «Wir prüfen zusammen mit der Universität Zürich, zusätzliche Plätze im gemeinsamen Sprachenzentrum der Hochschulen zu schaffen, damit Flüchtlinge Deutschkurse besuchen können», sagt ETH-Präsident Lino Guzzella im Interview mit der «Schweiz am Sonntag».

Es gebe einen etablierten Prozess, wie sich ausländische Studierende bei der ETH bewerben könnten, sagt er. Dazu gehörten Aufnahmeprüfungen und auch Sprachkenntnisse. Genau hier will Guzzella ansetzen. Wenn die Sprache ein Problem sei, könnten sie im Sprachenzentrum einen Deutschkurs anbieten. «Zusätzlich wollen wir innerhalb des Rektorats die Gesuche der Flüchtlinge so unbürokratisch und so schnell wie möglich behandeln», sagt Guzzella. Gleichzeitig betont er, dass die Anwärter bereits in ihrer Heimat studiert haben müssen: «Wir werden keine Personen aufnehmen, die chancenlos sind, ein Studium an der ETH zu bestehen.»

Wie viele Plätze die ETH anbieten wird, hängt von den Bewerbungen ab. Die ETH und Universität Zürich dürften nicht die einzigen bleiben. Die Konferenz der Schweizer Universitätsrektoren hat sich an ihrer Plenarversammlung diese Woche darauf geeinigt, den Hochschulzugang für die Flüchtlinge anzupassen.

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