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Ex-Frau mit Pornofilmen erpresst

Ein Schweizer Jazzmusiker hat seine türkische Ex-Frau mit dem Tod bedroht und mit privaten Pornofilmen erpresst. Nun muss er zahlen.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte den Jazzmusiker zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 130 Franken sowie einer Busse von 1000 Franken. Verurteilt wurde er am Mittwoch wegen mehrfach versuchter Nötigung, mehrfacher Drohung sowie Missbrauchs einer Fernmeldeanlage. Der heute 60-jährige Musiker war ein Jahr lang mit der Frau verheiratet. Im Januar 2008 liess sich das Ehepaar scheiden, dennoch brach der Kontakt zwischen ihnen nicht ab. Man traf sich immer wieder und verbrachte sogar die Ferien gemeinsam.

Bis zum Mai 2009, als die heute 48-jährige Frau einen neuen Mann kennenlernte. Der Angeklagte konnte mit der neuen Situation nicht umgehen. Mehrmals bedrohte er seine Ex-Frau mit dem Tod. Zudem brachte er intime Fotos und privat gedrehte Pornofilme ins Spiel.

Er wolle mehr über den neuen Mann wissen, forderte er von seiner Ex-Frau. Ansonsten werde er die Fotos in ihrem Treppenhaus aufhängen und die Filme verkaufen. Zudem belästigte er die Frau am Telefon. Die zweifache Mutter ging auf die Erpressungen jedoch nicht ein. Im Gegenteil: Sie zeigte ihren Ex-Mann an.

Angeklagter teilweise geständig

Der Angeklagte zeigte sich bei der Verhandlung vom Mittwoch teilweise geständig und gab die zahlreichen Telefonate zu - nicht aber die Todesdrohungen. Zudem stellte er seine Ex-Gattin als «zynische und geldgierige Frau» hin.

Das Gericht sprach jedoch von einem stark verletzenden Vertrauensbruch und befand ihn im Wesentlichen für schuldig. Nicht verurteilt wurde er jedoch für das Drehen der Pornofilme. Das Gericht ging davon aus, dass die Frau ihr stilles Einverständnis dazu gegeben hat.

SDA/sam

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