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Exodus der Autogaragen: Ein Gewerbe verschwindet aus Zürich

Zu hohe Mieten und zu wenig Platz – für die Zürcher Garagenbetriebe wird es eng. Die kleineren haben nur eine Chance, wenn sie sich spezialisieren. Und hart arbeiten.

Die Verbleibenden haben alle Hände voll zu tun: Andreas Sahli in seiner Carrosserie in Wiedikon.
Die Verbleibenden haben alle Hände voll zu tun: Andreas Sahli in seiner Carrosserie in Wiedikon.
Sabina Bobst

Eine kunstvoll bemalte Fassade ziert in Wiedikon eine Autogarage. Das farbenfrohe Gemälde erstreckt sich über drei Tore und ist ein Blickfang. Doch lange wird die Kunst an der Werd­strasse nicht mehr zu bewundern sein. Die Garage soll neuen Wohnungen weichen, die Besitzerin bestätigt den Verkauf.

Der Blick ins Handelsregister zeigt: Das ist kein Einzelfall. Seit 2000 sind in Zürich 60 Autogaragen, neun Pneu- und zehn Autohändler verschwunden. Diese zogen mehrheitlich in die Agglomeration. Von den Servicegaragen zogen jedoch nur wenige um – die Mehrheit ging Konkurs oder gab das Geschäft auf. Fritz Bosshard, der Präsident des Autogewerbeverbands Zürich (AGVS), bestätigt – und relativiert: «Das Garagensterben ist schon seit 30 Jahren ein Thema.»

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