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Ex-Stadtpräsident übt Zensur an Filmfestival-Beitrag

Der Film «Staatenlos» über den Linksaktivisten Klaus Rózsa nimmt prominente Zürcher SP-Politiker ins Visier. Alt-Stadtpräsident Josef Estermann intervenierte erfolgreich.

Mehrere Male von der Polizei verhaftet: Klaus Rózsa. (Foto: zvg)
Mehrere Male von der Polizei verhaftet: Klaus Rózsa. (Foto: zvg)

Beim Filmabspann begeben sich die meisten Zuschauer in Richtung Kinoausgang. Namenlisten scheinen die wenigsten zu interessieren. Beim Film «Staatenlos», der am Freitag zum zweiten Mal am Zürcher Filmfestival läuft, lohnt es sich jedoch, ein wenig länger sitzen zu bleiben.

Grund ist die Liste der «Nichtmitwirkenden». Sie umfasst im Beitrag des Zürcher Dokumentarfilmers Erich Schmid fast so viele Namen wie die Aufzählung der Protagonisten, die tatsächlich auftraten. Die Abwesenheitsliste ist mit prominenten Namen bestückt: Die Alt-Stadträte Esther Maurer (SP) und Robert Neukomm (SP) figurieren darauf, ebenso der ehemalige Stadtpräsident Josef Estermann (SP). Sie alle hatten den Auftritt im Film verweigert, teils unter gerichtlicher Androhung.

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