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Fall Mörgeli: Uni entlässt Professorin und droht mit der Aberkennung des Titels

Ein Jahr nachdem in der Affäre Mörgeli eine Professorin des Medizinhistorischen Instituts verhaftet worden war, wurde ihr gekündigt. Nun wehrt sie sich mit scharfen Worten – und kämpft um ihre Zukunft.

Simon Eppenberger
Christoph Mörgeli (rechts) mit dem Zürcher Gemeinderat Mauro Tuena an der 26. Albisgütli-Tagung in Zürich (17. Januar 2014).
Christoph Mörgeli (rechts) mit dem Zürcher Gemeinderat Mauro Tuena an der 26. Albisgütli-Tagung in Zürich (17. Januar 2014).
Walter Bieri, Keystone
Bis Ende Januar Rektor ad interim: Otfried Jarren, vorübergehender Nachfolger von Andreas Fischer, verfolgt am 11. November die Erklärung von Bildungsdirektorin Regine Aeppli im Kantonsrat.
Bis Ende Januar Rektor ad interim: Otfried Jarren, vorübergehender Nachfolger von Andreas Fischer, verfolgt am 11. November die Erklärung von Bildungsdirektorin Regine Aeppli im Kantonsrat.
Steffen Schmidt, Keystone
«Es wurden Fehler gemacht»: SP-Regierungsrätin Regine Aeppli äusserte sich im Rathaus zum Jahresbericht der Universität  Zürich. (11. November 2013)
«Es wurden Fehler gemacht»: SP-Regierungsrätin Regine Aeppli äusserte sich im Rathaus zum Jahresbericht der Universität Zürich. (11. November 2013)
Steffen Schmidt, Keystone
Der Druck auf Unirektor Andreas Fischer steigt wegen der Entlassung. Über 200 Wissenschaftler unterzeichnen eine Protestschrift. Am 6. November 2013 gibt er deshalb seinen vorzeitigen Rücktritt bekannt. Er wolle weiteren Schaden von der Uni abwenden.
Der Druck auf Unirektor Andreas Fischer steigt wegen der Entlassung. Über 200 Wissenschaftler unterzeichnen eine Protestschrift. Am 6. November 2013 gibt er deshalb seinen vorzeitigen Rücktritt bekannt. Er wolle weiteren Schaden von der Uni abwenden.
Keystone
29. Oktober 2013: Die Universität entlässt Titularprofessorin Iris Ritzmann, welche vertrauliche Unterlagen weitergegeben hat. Sie kehrte nach einer Verhaftung Mitte November 2012 nicht mehr an den Arbeitsplatz zurück. Im Bild: Eingang des Medizinhistorischen Museums.
29. Oktober 2013: Die Universität entlässt Titularprofessorin Iris Ritzmann, welche vertrauliche Unterlagen weitergegeben hat. Sie kehrte nach einer Verhaftung Mitte November 2012 nicht mehr an den Arbeitsplatz zurück. Im Bild: Eingang des Medizinhistorischen Museums.
Keystone
22. April 2013: Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich gibt bekannt, dass sie ein Verfahren gegen Mörgeli wegen des Verdachts auf Amtsgeheimnisverletzung eröffnet. Der Nationalrat hatte die Namen einer Expertenkommission veröffentlicht, die das Medizinhistorische Museum beurteilt hatte.
22. April 2013: Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich gibt bekannt, dass sie ein Verfahren gegen Mörgeli wegen des Verdachts auf Amtsgeheimnisverletzung eröffnet. Der Nationalrat hatte die Namen einer Expertenkommission veröffentlicht, die das Medizinhistorische Museum beurteilt hatte.
Walter Bieri
17. Oktober 2012: Christoph Mörgeli legt gegen seine Kündigung Rekurs ein. Dies bestätigt Anwalt Manfred Küng (Bild), der Mörgeli in arbeitsrechtlichen Belangen vertritt. Falls die Universität ihn nicht wieder einstellt, fordert Mörgeli eine Abfindung in der Höhe von 156'000 Franken.
17. Oktober 2012: Christoph Mörgeli legt gegen seine Kündigung Rekurs ein. Dies bestätigt Anwalt Manfred Küng (Bild), der Mörgeli in arbeitsrechtlichen Belangen vertritt. Falls die Universität ihn nicht wieder einstellt, fordert Mörgeli eine Abfindung in der Höhe von 156'000 Franken.
PD
21. September 2012. Andreas Fischer, Rektor der Universität Zürich, verkündet an einer Medienkonferenz die Kündigung und sofortige Freistellung von Christoph Mörgeli. Dieser habe schwere Loyalitätsverletzungen gegenüber der Universität begangen. Das Vertrauensverhältnis sei zerstört.
21. September 2012. Andreas Fischer, Rektor der Universität Zürich, verkündet an einer Medienkonferenz die Kündigung und sofortige Freistellung von Christoph Mörgeli. Dieser habe schwere Loyalitätsverletzungen gegenüber der Universität begangen. Das Vertrauensverhältnis sei zerstört.
Keystone
18. September 2012: Christoph Mörgeli engagiert Staranwalt Valentin Landmann in der Auseinandersetzung mit der Uni Zürich und den Medien.
18. September 2012: Christoph Mörgeli engagiert Staranwalt Valentin Landmann in der Auseinandersetzung mit der Uni Zürich und den Medien.
Keystone
16. September: Die Zeitung «Der Sonntag» berichtet von der bevorstehenden Entlassung Mörgelis. Die Universität Zürich dementiert.
16. September: Die Zeitung «Der Sonntag» berichtet von der bevorstehenden Entlassung Mörgelis. Die Universität Zürich dementiert.
Keystone
14. September 2012: Christoph Mörgeli bezeichnet die Beurteilung seines Chefs Flurin Condrau als «fehlerhaft und verleumderisch». Weil der Bericht persönlichkeitsverletzend sei, fordert Mörgeli ein Strafverfahren. Die Universität Zürich stellt sich jedoch hinter Condrau.
14. September 2012: Christoph Mörgeli bezeichnet die Beurteilung seines Chefs Flurin Condrau als «fehlerhaft und verleumderisch». Weil der Bericht persönlichkeitsverletzend sei, fordert Mörgeli ein Strafverfahren. Die Universität Zürich stellt sich jedoch hinter Condrau.
Keystone
Laut Uni Zürich herrscht in Teilen des Museums ein Durcheinander. Auch sei die Ausstellung veraltet.
Laut Uni Zürich herrscht in Teilen des Museums ein Durcheinander. Auch sei die Ausstellung veraltet.
Keystone
Der Bericht spricht von verstaubten und beschädigten Präparaten: Vitrine im Medizinhistorischen Museum.
Der Bericht spricht von verstaubten und beschädigten Präparaten: Vitrine im Medizinhistorischen Museum.
Keystone
16. September 2012: Christoph Mörgeli will als Rektor der Universität Zürich kandidieren. Dies gab der SVP-Nationalrat an einer Medienkonferenz bekannt. Der Amtsinhaber Andreas Fischer tritt per 1. August 2014 zurück.
16. September 2012: Christoph Mörgeli will als Rektor der Universität Zürich kandidieren. Dies gab der SVP-Nationalrat an einer Medienkonferenz bekannt. Der Amtsinhaber Andreas Fischer tritt per 1. August 2014 zurück.
Keystone
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Neue Wende im Fall Mörgeli: Eine Professorin des Medizinhistorischen Institutes wurde entlassen – nachdem sie knapp ein Jahr lang nicht an den Arbeitsplatz durfte. Im November 2012 wurde ein Strafverfahren gegen die 52-Jährige eröffnet. Laut einer Mitteilung der Universität wurde der Frau gekündigt, weil sie vertrauliche Dokumente und Informationen an die Presse weitergegeben habe.

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