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Fast nur Zürcher im Casino

Im Ober-Haus spielen vorwiegend Zürcher aus Stadt und Region. Die Touristen bleiben noch aus. Dafür wurde der Frauenanteil erhöht.

Im Las-Vegas-Stil gehalten: Das neue Zürcher Casino will mit Farbigkeit, Üppigkeit und einer warmen Atmosphäre überzeugen.
Im Las-Vegas-Stil gehalten: Das neue Zürcher Casino will mit Farbigkeit, Üppigkeit und einer warmen Atmosphäre überzeugen.
Nicola Pitaro
Insgesamt stehen 400 Spielautomaten bereit: Das neue Casino in Zürich ist das grösste der Schweiz.
Insgesamt stehen 400 Spielautomaten bereit: Das neue Casino in Zürich ist das grösste der Schweiz.
Nicola Pitaro
Das Gebäude ist noch nicht fertig ausgebaut: Auf dem Dach soll 2013 ein Restaurant entstehen, in dem man auch ohne Casino-Eintritt essen kann.
Das Gebäude ist noch nicht fertig ausgebaut: Auf dem Dach soll 2013 ein Restaurant entstehen, in dem man auch ohne Casino-Eintritt essen kann.
Chantal Hebeisen
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Nach zwei Monaten Betrieb zieht Swiss Casinos eine erste Zwischenbilanz. In der heutigen NZZ (Bericht online nicht verfügbar) sagt Michael Favrod, Direktor der Swiss Casinos Zürich, dass das anvisierte Ziel von 15 Prozent Touristen noch nicht erreicht sei. Sonst sei man aber sehr zufrieden.

Dass die Touristen noch ausblieben, sei nicht verwunderlich, man habe erst angefangen, mit Zürich Tourismus und verschiedenen Hotels spezielle Pakete zu schnüren, in denen Hotelübernachtungen und Casino-Besuche kombiniert werden. Man rechnet fest mit einem Anstieg des Touristenanteils unter den Besuchern. Zürich Tourismus tut auch gut daran, Touristen das Spiellokal nahezulegen: Immerhin bekommt der Tourismusförderer für die Partnerschaft einen Betrag zwischen 1,3 und 1,6 Millionen Franken. Der Betrag ist leistungsabhängig. Mehr Touristen im Casino gleich mehr Geld für Zürich Tourismus.

Mehr Frauen

Der bisherige Besucherrekord liege bei über 2000 Gästen. Im Schnitt gibt jeder Gast um die 200 Franken aus. Dies entspreche den Erwartungen und sei vergleichbar mit den Zahlen anderer Spielcasinos. Erfreut zeigt man sich, dass immer mehr Frauen unter den Gästen seien. «Die Frauen haben unser Casino als sicheren Ausgehort entdeckt», so Favrod.

Detaillierte Zahlen will man erst im April, nach einem halben Jahr Betrieb, veröffentlichen. Bis Ende 2013 soll ein Bruttospielertrag von 107 Millionen Franken erwirtschaftet werden. Davon werden 66 Millionen an den Bund in die AHV fliessen. Der grösste Einzelgewinn beträgt 104'925 Franken. Der Glückspilz hatte an einem Automaten gespielt.

Riesiges Restaurant

Der Casinobetrieb verteilt sich im Ober-Haus auf die erste und zweite Etage. In der obersten Etage des fünfstöckigen Hauses an der Gessnerallee wird noch dieses Jahr ein öffentlich zugängliches Restaurant eröffnet. Das grosszügig konzipierte Lokal wird 1100 Quadratmeter beanspruchen und auch über eine Terrasse verfügen.

Die Konkurrenz schläft nicht: Das Spielcasino Baden baut für seine Gäste Rolltreppen zwischen die beiden Etagen. Insgesamt werden dort sechs Millionen Franken investiert. In Baden freut man sich, dass der Gewinneinbruch deutlich unter den prognostizierten 30 Prozent liegt. Offenbar hat das Zürcher Casino eine grosse Zahl Gäste mobilisiert, die sonst keine Casinos besucht haben.

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