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FDP steigt aufs Velo um

Die Freisinnigen wollen 20 Sitze im Gemeinderat, also drei mehr als heute. Und sie fordern nicht nur den zweiten Sitz im Stadtrat zurück, sondern attackieren die SP-Stadtpräsidentin – mit einer Demo auf Rädern.

Freisinnige sind auf die Räder gekommen und schreiben zum Start des Wahlkampfes 2014 zu diesem Bild: «Die erste FDP-Velodemo».
Freisinnige sind auf die Räder gekommen und schreiben zum Start des Wahlkampfes 2014 zu diesem Bild: «Die erste FDP-Velodemo».
Twitter/@mehblau

Die FDP der Stadt Zürich startet ihren Wahlkampf am Montag auf ungewöhnliche Weise: per Velo. Aus verschiedenen Richtungen radelten rund zwei Dutzend Parteimitglieder zum Tessinerplatz beim Bahnhof Enge. Die meisten trugen Blau oder hatten doch zumindest den blauen Kleber angeheftet: einen zerplatzenden Wassertropfen mit dem Wahlkampf-Slogan «Meh blau für Züri». Blau wie der Himmel, wie der See und eben wie die FDP.

Die Gruppe liess sich mit den Zweirädern vor einem – passend blau-weissen – Züri-Tram fotografieren, mitsamt Nationalrat Filippo Leutenegger, neuer Stadtratskandidat und Herausforderer von Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP). Gleich nach dem Foto eilte er davon zum nächsten Termin.

Keine Dorfidylle

Stadtparteipräsident Michael Baumer plädierte dafür, dass «Zürich mehr städtisch sein» solle. Es gehe nicht an, eine «Dorfidylle zu predigen», sagte er an die Adresse von Links-Grün. Schlagwörter der FDP im Wahlkampf sind «Grünraum», «Beweglichkeit» und Weitblick». Das Erhalten von Grünraum bedinge andernorts verdichtetes Bauen, so Baumer. Da dürfe man manchmal eben «nicht allzu pingelig sein bei der Ästhetik».

Beweglichkeit bedeute, Mobilität zuzulassen, und zwar für alle Verkehrsteilnehmenden: Zwar müssten der öffentliche und der Fahrrad-Verkehr gefördert werden - ohne aber die Infrastruktur so abzubauen, dass der Autoverkehr eingeschränkt werde. Und Weitblick brauche es im Hinblick auf Investitionen. Man dürfe nicht einfach Konsumausgaben tätigen.

Keine Bevormundung

Man wolle eine «Brücke schlagen» zwischen Bürgerlichen und ihnen nahen Parteien, sagte Gemeinderats-Fraktionspräsident Roger Tognella. In Zürich drohe eine «Regulierungs- und Bevormundungsflut». Der moderne Stadtmensch lasse sich aber nicht bevormunden. Auch nicht in Bezug auf seine Mobilität: Er wähle das jeweils geeignete Verkehrsmittel, sei das öV, Velo oder Auto.

Im Hinblick auf die Budgetdebatte vom kommenden Dezember erinnerte Tognella daran, dass Zürich «nicht auf Rosen gebettet» sei. Das Eigenkapital dürfe aber nicht für den Ausgleich von Defiziten verzehrt werden. Mehr denn je sei es nötig, alle Aufgaben der Stadtverwaltung zu hinterfragen.

(SDA)

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