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Fialas Verzicht bringt die FDP in die Klemme

Doris Fiala hat für die Stadtratswahlen abgesagt. Und Filippo Leutenegger, der andere FDP-Kandidat mit Strahlkraft, hat jetzt zwar erst recht Ambitionen – doch er muss sich intern den Frauen stellen.

Ruedi Baumann
Doris Fiala will nicht von der nationalen auf die Stadtzürcher Bühne wechseln: Die Nationalrätin 2011 nach einer Rede in Dübendorf.
Doris Fiala will nicht von der nationalen auf die Stadtzürcher Bühne wechseln: Die Nationalrätin 2011 nach einer Rede in Dübendorf.
Keystone

Die städtische FDP strotzt nach der schmerzhaften Niederlage von Marco Camin gegen Richard Wolff (AL) noch nicht vor Selbstvertrauen. Bei der SVP, den Grünen und vor allem bei der SP strecken die Kandidaten selbstbewusst den Finger auf und sagen: «Ja, ich will.» Die FDP dagegen erweckt den Eindruck, dass man sich gegenseitig argwöhnisch beäugt, es wird gepokert und taktiert. Die FDP hat – mindestens – ein Problem: Nach der autoritären Nomination von Marco Camin und der Brüskierung der Frauen um Carmen Walker Späh kann sich die Parteileitung keine weiteren Fehler erlauben. Für die Stadtratswahlen im Februar werden die Kandidaten mindestens so basisdemokratisch ausgelesen wie bei den Linken. Was der Parteileitung als Führungslosigkeit ausgelegt werden kann.

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