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Fifa stellt beim Museum alles infrage

Nach einem 30-Millionen-Verlust soll eine Arbeitsgruppe bis im Januar prüfen, ob es nachhaltigere Ansätze gibt. Ob das Museum in Zürich physisch erhalten bleibt, sei offen.

Gibt es das in Zukunft noch? Exponate im Fifa-Museum. Bild: Reto Oeschger
Gibt es das in Zukunft noch? Exponate im Fifa-Museum. Bild: Reto Oeschger

Was bisher erst gerüchtehalber zu hören war, ist seit gestern offiziell: Das neu eröffnete Museum der Fifa in Zürich wird in diesem Jahr laut Mediensprecherin Delia Fischer ein Defizit von etwa 30 Millionen Franken schreiben. Weil das Museum in seiner heutigen Form auch in den kommenden Jahren nicht rentabel sein werde, gehe eine neu gegründete interne Arbeitsgruppe nun komplett über die Bücher. Ziel sei es, ein nachhaltiges Businessmodell zu entwickeln. Man suche nach «neuen, innovativen Ansätzen», um den «sozialen und kulturellen Wert» des Projektes für die Stadt Zürich zu erhalten, heisst es im offiziellen Wortlaut der Fifa.

Ob das Museum in seiner heutigen, physischen Form bestehen bleibt oder nicht, ist laut Fischer offen. Schon im Januar soll die Arbeitsgruppe ihre Vorschläge der Fifa unterbreiten. Die Gruppe, geleitet vom ehemaligen kroatischen Fussballstar und heutigen stellvertretenden Fifa-Generalsekretär Zvonimir Boban, arbeite eng mit der Stadt Zürich und dem bestehenden Museumsteam zusammen.

Neben Boban sind in der Arbeitsgruppe unter anderem auch Evelina Christillin, Präsidentin des Ägyptischen Museums in Turin, und der bisherige Fifa-Museums-Sprecher Marc Caprez vertreten. Dieser amtet neu als CEO des Museums, nachdem der bisherige Chef wegen unterschiedlicher Vorstellung zur Zukunft des Betriebs gegangen ist. Das Fifa-Museum ist erst Ende Februar neben dem Bahnhof Enge in Zürich eröffnet worden.

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