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Fischewerfen der Zünfter ruft Tierschützer auf den Plan

Der Tierschutzbund Zürich fordert die Zunft zur Schiffleuten auf, das traditionelle Fischewerfen am Sechseläutenumzug aufzugeben. Der Bund spricht von einer «Dummheit», fühlt sich aber nicht zuständig.

Von Felix Maise
Vor dem grossen Fischewerfen: Schiffleuten-Zünfter mit den noch verpackten Weissfischen (2006). Foto: Sophie Stieger
Vor dem grossen Fischewerfen: Schiffleuten-Zünfter mit den noch verpackten Weissfischen (2006). Foto: Sophie Stieger

Seit Jahren pflegt die Zunft zur Schiffleuten am Sechseläutenumzug eine für Uneingeweihte seltsame Tradition: Die sogenannten Stubengesellen, der Nachwuchs der Zunft, werfen tote Fische ins Publikum. Besonders beliebte Ziele des Fischwerfens sind hoch gelegene Fenster und Balkone entlang der Umzugsroute. Jetzt nehmen Tierschützer diesen Brauch ins Visier: Der Tierschutzbund Zürich (TSB) fordert die Zunft zur Schiffleuten in einem offenen Brief auf, auf «das ethisch nicht mehr zu vertretende Werfen von Fischen als Spassveranstaltung» zu verzichten. «Wir wollen ihrem Zunftnachwuchs nicht den Spass am Sechseläuten nehmen, jedoch nicht auf Kosten von Tieren», heisst es in einem am Montag abgeschickten Schreiben an den Zunftmeister der Schiffleuten, Anwalt Peter K. Neuenschwander.

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