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Freude bei Formel-E-Veranstaltern, Ablehnung bei den Zürchern

Dem Spektakel stehe nichts mehr im Weg, sagen die Veranstalter des Rennens. In einer Umfrage kommt Formel E aber nicht gut weg.

Am 10. Juni werden die Boliden durch die Zürcher Innenstadt zischen.
Am 10. Juni werden die Boliden durch die Zürcher Innenstadt zischen.

Diesmal stand der Chef selber vor die Presse. Alejandro Agag, der spanische Multimillionär, CEO und Botschafter der Formula E Holdings Ltd., ist heute Morgen nach Zürich gereist. Im obersten Stock des Prime Tower verkündete er: «Dieses Rennen ist ein historisches Ereignis für Zürich.» Und fügte an, dass es möglicherweise der grösste Event sei, den Zürich je gesehen hat.

Um die Detailfragen kümmerte sich später Pascal Derron, der Leiter des Julius Baer Zurich E-Prix 2018. «Die Grobplanung ist durch. Wir sind jetzt in der Phase der Detailbewilligungen», sagt er. Oder anders formuliert: Nichts kann die elektrisch betriebenen Rennboliden nun noch daran stoppen, am 10. Juni mit mehr als 200 km/h auf dem Rundkurs durch die Zürcher Innenstadt zu zischen. Die letzten Bewilligungen sollten im Frühling als Paket erteilt werden, sagte Derron.

Derzeit sei man noch mit zahlreichen Behörden und Quartiervereinen im Gespräch. Es geht nun etwa noch um Verkehrstafeln und Traminseln, die temporär entfernt und spätestens bis am Montag nach dem Rennen wieder hergerichtet sein müssen. Es geht ums Mythenquai, das beim Hafen Enge mittels Belag um ein paar Zentimeter angehoben werden soll. Oder um die 1200 Betonklötze, die bereits gegossen sind und mit denen die Strassen an ihren Rändern gesichert werden. Bäume werden keine in Mitleidenschaft gezogen, fügte Derron weiter an.

CVP-Wähler deutlich für das Rennen

Zwei «Speedzonen» sind auf dem Rundkurs vorgesehen, der am Hafen Enge startet und über die Stocker- und die Alfred-Escher-Strasse führt. Eine direkt nach dem Arboretum auf dem Mythenquai, eine auf der Alfred-Escher-Strasse. Dort werden die Boliden auf über 200 km/h beschleunigen. Wie viele Zuschauer genau zum Spektakel zugelassen sein werden, konnte Derron noch nicht definitiv beziffern.

Nicht ganz so euphorisch wie die Organisatoren im Prime Tower sind die Stadtzürcher: Bei einer Umfrage der Forschungsstelle Sotomo sprachen sich von 2348 befragten Personen nur gerade 41 Prozent eindeutig für das Rennen aus. 48 Prozent stimmten dagegen, und 11 Prozent waren unentschlossen. Die Daten wurden im Auftrag des «Tages-Anzeigers» zwischen dem 5. und dem 7. Februar 2018 erhoben. Die Umfragedaten wurden nach Alter, Geschlecht, Bildung sowie politischen Merkmalen gewichtet.

Wenig überraschend fand sich der höchste Anteil an Nein-Stimmen im Lager der Linkswähler, insbesondere bei der AL (62 Prozent Nein). Gefolgt von Grünen (59 Prozent Nein) und SP (56 Prozent Nein). Bei den CVP-Wählern stimmten nur 25 Prozent gegen das Rennen und 59 Prozent dafür. Auch bei SVP- und FDP-Wählern gab es eine Mehrheit an Befürwortern.

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