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Freier in Falle gelockt – Türsteher erhalten mehrjährige Haftstrafe

Seit dem Sommer 2010 begingen zwei Türsteher mehrere Raubüberfälle. In einem Fall lockten die Täter ihr Opfer in einen fiesen Hinterhalt.

An diesem Ort wurde das Opfer verprügelt und ausgeraubt: Krematorium Nordheim in Zürich. (Archivbild)
An diesem Ort wurde das Opfer verprügelt und ausgeraubt: Krematorium Nordheim in Zürich. (Archivbild)

Zwei tunesische Türsteher haben ein Ehepaar ausgeraubt und einen Freier mit einer Prostituierten in eine Falle gelockt. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte die beiden nun zu mehrjährigen Freiheitsstrafen.

Die beiden 30-jährigen Nordafrikaner haben ab Sommer 2010 mehrere Raubüberfälle begangen. Dabei gingen sie raffiniert vor, indem sie im Juni eine Prostituierte als Lockvogel einsetzten. Die Frau sprach am Sihlquai einen 60-jährigen Freier an. Dieser lud sie in seinen Personenwagen ein und fuhr zum Krematorium Nordheim, wo er sich auf ein sexuelles Abenteuer freute.

Doch dann erlebte er eine böse Überraschung. Die Prostituierte lief plötzlich davon. Dafür fielen die beiden Beschuldigten zusammen mit einem dritten Mann über den Schweizer her, schlugen ihn zusammen und raubten ihm rund 600 Franken.

Ehepaar überfallen

Ein halbes Jahr später überfiel das Duo mit einem unbekannten Dritttäter in Spreitenbach ein Ehepaar. Die Täter drangen in die Wohnung ein und setzten die Opfer mit einem Elektroschockgerät ausser Gefecht. In einem Schuh versteckt fanden die Räuber 5000 Franken und suchten danach das Weite.

Vor zwei Wochen mussten sich die beiden Täter vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Die Staatsanwaltschaft forderte für beide Männer Freiheitsstrafen von viereinhalb und vier Jahren.

Wie das Gericht am Wochenende mitteilte, hat es beide Nordafrikaner wegen mehrfachen Raubes und Nebendelikten für schuldig befunden. Der eine geständige Türsteher kassierte eine unbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten. Der in weiten Teilen geständige Komplize erhielt eine teilbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren. Die Hälfte davon soll er absitzen.

SDA/mrs

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