Freispruch für Zürcher Polizisten

Zwei Zürcher Stadtpolizisten sind von einer Ex-Kollegin beschuldigt worden, sie verletzt zu haben. Das Bundesgericht spricht sie frei.

Kommt zum gleichen Schluss wie das Zürcher Obergericht: Das Bundesgericht in Lausanne.

Kommt zum gleichen Schluss wie das Zürcher Obergericht: Das Bundesgericht in Lausanne. Bild: Laurent Gillieron/Keystone

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Das Bundesgericht hat den Freispruch für zwei Zürcher Stadtpolizisten des Zürcher Obergerichts bestätigt. Die Polizisten wurden von einer Ex-Kollegin beschuldigt, ihr verschiedene Verletzungen zugefügt zu haben. Sie waren von ihrer Einsatzzentrale zur Frau geschickt worden, weil diese Suiziddrohungen geäussert hatte.

Im Eingangsbereich des Wohnhauses kam es zwischen der Frau und den Polizisten zu einem Gerangel. Die Ex-Polizistin wurde schliesslich in Handschellen gelegt und bis zum Eintreffen eines Kollegen und eines Polizeipsychologen in einem Zimmer eingesperrt. Die Betroffene stellte nach den Ereignissen im August 2011 Strafantrag. Die Staatsanwaltschaft klagte die Polizisten schliesslich wegen Amtsmissbrauchs, vorsätzlicher einfacher Körperverletzung, fahrlässiger schwerer Körperverletzung und Hausfriedensbruchs an.

Die Ex-Polizistin wies nach dem Einsatz Schürfungen und Rötungen auf. Zudem hatte sie eine Schulterverletzung und eine Diskushernie. Ob die beiden letzteren Verletzungen tatsächlich vom Vorfall herrühren, sei nicht erwiesen, schreibt das Bundesgericht. Es kommt diesbezüglich zum gleichen Schluss wie das Zürcher Obergericht. Dieses hatte zur Klärung ursprünglich ein Gutachten in Auftrag gegeben. Weil die Ex-Polizistin für die Begutachtung nicht kooperierte, wurde die Erstellung der Expertise widerrufen.

Das Bundesgericht kommt zum Schluss, dass das Obergericht den Fall korrekt beurteilt habe. Die Polizisten hätten im Rahmen ihres Auftrages gehandelt.

(Urteil 6B_1333/2016 vom 02.05.2017) (hwe/sda)

Erstellt: 16.05.2017, 12:01 Uhr

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