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Fröhliche Schenker, es gibt sie

Noch schrecklicher als Weihnachten ist nur das Geschenkekaufen. Denkt man sich. Und trifft auf lauter Vergnügte.

Die Menschen auf der Bahnhofstrasse strahlen gute Laune aus. Fotos: Fabienne Andreoli
Die Menschen auf der Bahnhofstrasse strahlen gute Laune aus. Fotos: Fabienne Andreoli

Auf dem Weg zum ersten Laden muss man an die Geschichte denken, die man erzählt bekommen hat: von jenem netten Deutschen, der von der überschwänglichen türkischen Familie nebenan zum Znacht eingeladen wurde und sich mit einem Geschenk ­bedankte. Süssgebäck, herzlich, aber nicht besonders.

Am nächsten Tag fand er eine immense Pralinenschachtel vor der Tür, die ihn so beschämte, dass er mit erlesenen Weinflaschen reagierte. Die türkische Familie fand ­etwas noch Teureres, und so eskalierte der Geschenke­kauf bis zu dem Ausmass, da es der nette Deutsche mit Metakommunikation probierte. Aber es half nichts, weil die Türken von nebenan in einer Schenk-oder-Scham-Spirale gefangen waren und es für sie nicht einmal vorstellbar war, den netten Deutschen nach seinen Geschenken nicht mit so viel luxuriöseren Gegengaben zu beschämen.

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