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Für Kinogänger brechen schöne Zeiten an

Das Kino steht im Wettbewerb mit Hunderten Freizeit- und Kulturan­geboten. Investitionen sind deshalb sinnvoll.

Zürich gilt sei Jahrzehnten als Kinohauptstadt der Schweiz. Jetzt festigt die Stadt diesen Ruf. Mehr Plätze und Säle sind im Bau. Das ist eine positive Botschaft. Damit dürften die Filmvielfalt zunehmen und auch endlich wieder vermehrt Filme in der Original­version zu sehen sein. Kinokomplexe wandeln sich mit den integrierten Bars immer mehr zu eigentlichen Quartiertreffpunkten. So wird der Reiz der Kinos verdoppelt. Einerseits holen sie die weite Welt in den Kinosaal, andererseits erhöhen sie die Lebensqualität im Quartier. Dass die Kinobetreiber trotz stagnierender Eintritte in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Säle investieren, ist richtig und wichtig. Dadurch wird eine Qualität geschaffen, die der Zuschauer bei den – vergleichsweise – hohen Eintrittspreisen er­warten darf.

Die Investitionen sind auch not­wendig, um sich gegen die Konkurrenz von Flatrate-Filmangeboten für Private und immer besseren und erschwing­licheren Heimprojektoren zu stemmen. Das Kino steht im Wettbewerb mit Hunderten Freizeit- und Kulturan­geboten. Die Zeiten, wo die Zuschauer scharenweise in die Kinos strömten und die Lichtspielhäuser eine Vormachtstellung genossen, sind vorbei. Ob sich die grossen Investitionen in die Kinohäuser tatsächlich lohnen, wird sich in ein paar Jahren zeigen. Fakt ist, dass der Wettbewerb härter wird. Im negativen Fall gehen Kinos ein, und der Trend zu Kommerzfilmen verstärkt sich. Im positiven Fall bleiben Qualität und die thematische Vielfalt erhalten.

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