Gaming-Wettkämpfe statt Eishockey?

Mit dem Wegzug der ZSC Lions muss sich das Hallenstadion nach Alternativen umsehen. Der Geschäftsführer denkt daran, ganz neue Veranstaltungen nach Zürich zu holen.

Die Zukunft des Hallenstadions? Tausende verfolgen in einer Arena in Köln einen Wettkampf von professionellen Spielern des Shooters «Counter Strike».

Die Zukunft des Hallenstadions? Tausende verfolgen in einer Arena in Köln einen Wettkampf von professionellen Spielern des Shooters «Counter Strike». Bild: Marius Becker/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Stadtzürcher Bevölkerung hat am Sonntag den Bau einer neuen Eishockeyarena in Altstetten gutgeheissen. Läuft alles nach Plan, werden die ZSC Lions im Jahr 2022 erstmals im «Theatre of Dreams» aufspielen. Damit steht die bisherige Spielstätte, das Hallenstadion, vor einer Herausforderung: Denn die Jahresmiete des ZSC – rund eine Million Franken – geht verloren. Die 32 bis 35 Eishockey-Spiele müssen anderweitig kompensiert werden.

Felix Frei, Geschäftsführer der Hallenstadion AG, bedauert den Wegzug des ZSC zwar, sieht aber auch Chancen. Denn dies schaffe Kapazitäten für neue Geschäftsfelder, sagt er. «Wir werden flexibler in der Terminplanung und können so künftig die ganze Breite des Entertainmentbereichs ausnutzen, zum Beispiel mit mehrtägigen Events.»

Youtube-Events als Option

Momentan prüft das Hallenstadion laut Frei zum Beispiel neue Formate wie Gamingwettkämpfe, die auf grossen Screens vor Publikum übertragen werden. Oder Shows, an denen berühmte Youtuber auftreten. Auch im Konzertbereich entstünden Möglichkeiten durch den Wegzug des ZSC – auch wenn hier eine Marktübersättigung herrsche.

Umfrage

Würden Sie einmal einen Gaming-Wettkampf besuchen, wenn es das im Hallenstadion zu sehen gäbe?




Das sieht Event-Promoter Alex Flach anders: «Für Konzerte besteht eine Nachfrage nach solchen Locations.» Marktübersättigung sei eine schlechte Ausrede für rückläufige Besucherzahlen, die eigentlich auf veraltete Strukturen im Hallenstadion zurückzuführen seien. Flach: «Es braucht neue Bands, neue Formate, neue Veranstalter. Das Hallenstadion muss aufhören mit den immer gleichen Oldie-Konzerten, es muss kreativer und mutiger werden.»

(übernommen von 20 Minuten)

Erstellt: 27.09.2016, 12:28 Uhr

Artikel zum Thema

Wie E-Sport die Schweiz erobern will

Professionelles Computerspielen ist ein Multi-Millionengeschäft. In der Schweiz steigt mit UPC Cablecom nun der erste Konzern ein. Mehr...

Zürich erhält ein neues Eishockeystadion

Die ZSC Lions können den Umzug planen. Die Stadtzürcher Stimmbürger haben mit knapp 57 Prozent Ja gesagt zum neuen Eishockeystadion in Altstetten. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete live. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Kommentare

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sie wollen täglich die besten Beiträge aus der Redaktion?
Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter «Der Morgen».

Die Welt in Bildern

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen: Menschen in «Txatxus»-Kostümen nehmen am traditionellen ländlichen Karneval in Lantz, Nordspanien, teil. (24. Februar 2020)
(Bild: Villar Lopez) Mehr...