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GC und FCZ kündigen Stadion-Mietvertrag

Die beiden Zürcher Fussballvereine wollen bessere Bedingungen für die Miete des Letzigrund-Stadions aushandeln.

Die Clubs und ihre Fans mögen es nicht besonders: Das Letzigrund-Stadion. Foto: Nicola Pitaro
Die Clubs und ihre Fans mögen es nicht besonders: Das Letzigrund-Stadion. Foto: Nicola Pitaro

Die beiden Zürcher Fussballclubs FCZ und GC sind unzufrieden mit den Mietbedingungen für das Letzigrund-Stadion. Sie haben deshalb den Vertrag mit der Stadt Zürich auf Ende Jahr gekündigt und Neuverhandlungen aufgenommen. Die beiden Vereine hätten sich bereits vor Monaten zu diesem Schritt entschlossen, heisst es in einer kurzen Mitteilung der Clubs, die sie am Freitag auf ihren jeweiligen Internetseiten aufschalteten, nachdem das Newsportal watson.ch die Kündigung publik gemacht hatte.

«Mit den jetzigen Mietbedingungen sind wir nicht zufrieden», sagte Adrian Sutter, Kommunikationsverantwortlicher bei GC, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Dabei geht es aber nicht allein um den Mietzins von 870'000 Franken pro Club und Saison, den die Vereine als zu hoch empfinden. Ein Problem sind laut Sutter auch die hohen Sicherheitskosten, für welche die Clubs aufkommen müssen. Diese führten immer wieder dazu, dass man draufzahlen müsse. Als Beispiel nannte Sutter Hochrisikospiele, bei denen die Sicherheitskosten jeweils in die Höhe schnellten. Finde eine solche Partie unter der Woche statt, könne es sein, dass nur wenige tausend Zuschauer ins Stadion kommen.

«Am Catering verdienen wir nichts»

Nicht zufriedenstellend seien zudem die Bedingungen für die Verpflegungsstände. «Am Catering verdienen wir rein gar nichts», sagte Sutter. «Irgendwann müssen wir aber mal Gewinn machen mit dem Fussball.» Ziel der Fussballclubs ist es, die Verhandlungen mit der Stadt möglichst rasch abschliessen zu können. Das ist auch im Interesse der Stadt, wie Marc Caprez, Leiter Kommunikation im Schul- und Sportdepartement, gegenüber der sda sagte.

Gemäss Caprez ist die Vertragskündigung nichts Aussergewöhnliches und kommt immer wieder vor. Wer andere Mietbedingungen wünsche, müsse den mehrjährigen Vertrag kündigen. Ansonsten werde dieser jeweils stillschweigend um ein weiteres Jahr verlängert.

Die Stadt befindet sich in einer ungleich besseren Verhandlungsposition als die Vereine, denn diese haben realistischerweise keine Alternative zum Letzigrund. Trotzdem haben es die Clubs bereits einmal geschafft, die Stadt zu einem Entgegenkommen zu bewegen. Bereits 2011 verlangten sie eine Mietzinsreduktion. GC drohte mit dem Wegzug aus dem Letzigrund. Die Stadt senkte darauf den Mietzins für die Saison 2011/2012 von 870'000 Franken auf 420'000 Franken.

Viel Zeit bleibt für die Verhandlungen nicht. Anfang März müssen die Fussballclubs bei der Liga das Lizenz-Gesuch für die nächste Saison einreichen. Ohne Stadion-Vertrag bekommen sie keine Spielbewilligung.

SDA/ham

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