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Gegen Abend kamen sie in Scharen

Wegen des schönen Wetters strömten die Besucher erst am späteren Nachmittag zum ersten der insgesamt drei Sonntagsverkäufe. Trotzdem sind die Geschäfte zufrieden.

Viele Leute, aber kein Gedränge: Für die meisten Zürcher Geschäfte zahlte sich der erste Sonntagsverkauf umsatzmässig aus.
Viele Leute, aber kein Gedränge: Für die meisten Zürcher Geschäfte zahlte sich der erste Sonntagsverkauf umsatzmässig aus.
Doris Fanconi

Die unsichere wirtschaftliche Entwicklung hat den Zürchern die Einkaufslaune nicht verdorben. Am ersten Sonntagsverkauf in der Innenstadt waren weniger Kunden unterwegs als im vergangenen Jahr. Nicht, weil das Portemonnaie leer war. Es war der sonnige Spätherbsttag, der das Publikum erst am späten Nachmittag in die Läden lockte.

Als die 400 Geschäfte um 11 Uhr ihre Türen öffneten, war die Besucherfrequenz noch sehr mager. Auch in die Einkaufszentren Sihlcity und Letzipark in Wiedikon und Altstetten verirrten sich zunächst nur wenige Leute.

Wichtiger zweiter Sonntag

Am späteren Nachmittag änderte sich das Bild. Dann kamen die Besucher in Strömen, und die Verkäufe zogen deutlich an. Die Umsätze seien knapp unter dem Vorjahr verlaufen, trotzdem sei man insgesamt zufrieden, bilanzierte Milan Prenosil, Präsident der City-Vereinigung. Ähnlich tönte es im Sihlcity und im Letzipark. Die starke Besucherzunahme am Nachmittag habe mitgeholfen, dass die Umsätze knapp das Vorjahresniveau erreicht hätten. Vor allem am Abend sei noch tüchtig eingekauft worden, freute sich Sihlcity-Centerleiter Philipp Schoch. Anders als in der Stadt verlief der erste Sonntagsverkauf in der Agglomeration. So drängten sich im Glattzentrum trotz des sonnigen Wetters schon am Vormittag Kauffreudige in die Geschäfte, die Umsätze seien dementsprechend gut gewesen, sagt Zentrumsleiter Stefan Gross.

Alle Angefragten betonen indes, dass die Stunde der Wahrheit erst noch kommen werde. In der Verkaufsbranche gilt der zweite Sonntagsverkauf jeweils als wirtschaftlicher Pulsmesser. So liegen laut Christian Parpan, dem Leiter des Einkaufszentrums Letzipark, die Umsätze an diesem Sonntag um fünf bis sieben Prozent höher als jeweils beim ersten Sonntagsverkauf.

Mitverantwortlich für die zufriedenstellenden Verkäufe waren auch die Attraktionen, mit denen die Geschäfte um Kundschaft buhlten. Im Letzipark trat der Artist Fredy Nock auf – als Glücksfee für Gratislose, die an die Zuschauer verteilt worden waren. Auf einem Seil in luftiger Höhe durchquerte er die Einkaufshalle. Dass Events die Leute anziehen und zum Einkaufen animieren, bestätigte auch Milan Prenosil von der City-Vereinigung: dort, wo neben den reinen Verkäufen Attraktionen geboten worden seien, beispielsweise am Weihnachtsmarkt beim Globus am Bellevue. Dies zahle sich umsatzmässig aus. Einen eigentlichen Verkaufsrenner habe man noch nicht beobachten können, sagte Prenosil. Dies werde sich erst beim zweiten Sonntagsverkauf zeigen. Klar sei, dass Elektronikartikel, vor allem alles rund um den PC, auf starkes Interesse stiessen.

Samichlausumzug am Abend

Im Glattzentrum stellte Stefan Gross fest, dass sich die Leute langsam um die Wintermode kümmerten. Bisher seien sie diesbezüglich noch sehr zurückhaltend gewesen. Guten Absatz fanden auch Artikel zur Weihnachtsbeleuchtung für Haus und Wohnung.

Gegen Abend füllte sich die Innenstadt mit Kindern. Neben dem «Singing Christmas Tree» am Werdmühleplatz waren die Samichläuse und Schmutzli der St.-Nikolaus-Gesellschaft aufgetaucht. Sie zogen die Bahnhofstrasse hinunter zum Bürkliplatz und verschenkten viele Süssigkeiten an die Kinder.

Die nächsten Sonntagsverkäufe: 4. und 18. Dezember von 11 bis 18 Uhr.

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