Gegner geben auf – Bundesasylzentrum wird gebaut

Den Gegnern des neuen Asylzentrums im Zürcher Kreis 5 ist das Geld ausgegangen. Sie ziehen ihre Beschwerde nicht wie angekündigt ans Bundesgericht weiter.

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«Wir bekämpfen das Asylzentrum bis vor Bundesgericht», hat Nicolas Piccolo-Leeser am 25. September gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet angekündigt. Das war am Tag, nachdem die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher mit 70,4 Prozent Ja zum Bau des Bundesasylzentrums auf dem Duttweiler-Areal in Zürich-West gesagt hat.

Gut einen Monat später hat das Zürcher Verwaltungsgericht die gleichzeitig laufende Beschwerde von Piccolo-Leesers IG Duttweiler-Areal gegen das Bauprojekt in zweiter Instanz abgeschmettert. Die IG hatte geltend gemacht, dass die Asylbewerber nicht dem Lärm der Duttweilerstrasse ausgesetzt werden dürften.

Piccolo-Leeser startete einen Spendenaufruf, in dem stand, dass er noch 25'000 Franken brauche für einen Weiterzug nach Lausanne.

Gegner-IG wird aufgelöst

Nun ist klar: Er ist gescheitert. Piccolo-Leeser schreibt in einer Mitteilung an die Mitglieder der IG, dass er bis zuletzt versucht habe, die Finanzierung sicherzustellen. Nun «müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass dies nicht geklappt hat», schreibt er. Seit der verlorenen Abstimmung habe das Interesse innerhalb der IG nachgelassen, bestätigt Piccolo-Leeser.

«Deshalb haben wir beschlossen, den Rekurs nicht vor das Bundesgericht weiterzuziehen.» Die IG, die als Verein organisiert war, wird ohne grosses Aufheben aufgelöst. Die Website ist bereits abgeschaltet.

Ab 2019 in Betrieb

Das bedeutet grünes Licht für den 24-Millionen-Bau. Bis zu 360 Asylbewerberinnen und -bewerber werden ab 2019 im neuen Zentrum an der Pfingstweidstrasse das beschleunigte Asylverfahren durchlaufen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 06.12.2017, 16:17 Uhr

Nicolas Piccolo-Leeser ist Anwohner des Duttweiler-Areals und war Präsident der IG Duttweiler-Areal. Diese setzte sich gegen das Bundesasylzentrum in Zürich-West ein.

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