Geiselnahme war offenbar ein Beziehungsdelikt

Eines der Opfer sei die Ex-Partnerin des mutmasslichen Täters gewesen. Die Beziehung endete vor eineinhalb Monaten.

Marco Cortesi, Mediensprecher der Stadtpolizei Zürich, informiert über den Fall. Video: Tamedia

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Offenbar steckt ein Beziehungsdelikt hinter dem Geiseldrama von Freitagmorgen in Wiedikon. Bei den drei Toten handelt es sich um einen 60-jährigen Schweizer sowie eine 38-jährige Frau aus der Tschechischen Republik und eine 34-jährige Schweizerin. Alle drei waren im Kanton Zürich wohnhaft. Dies teilte die Kantonspolizei am Samstag mit.

Verschiedene Medien berichteten, dass es sich um ein Beziehungsdelikt handelt. Eine Frau war die Ex-Partnerin des Mannes und lebte nach der Trennung von ihm bei der zweiten Frau. In dieser Wohnung ereignete sich auch die Tat. Die Kantonspolizei hat die Ermittlung am Samstagmittag von der Stadtpolizei übernommen. Zusammen mit der Staatsanwaltschaft I für Gewaltverbrechen untersucht sie nun die Tat.

Die Ex-Frau des mutmasslichen Täters sagte zum «Blick», ihr ehemaliger Ehemann habe die Frau vor elf Jahren kennen gelernt und sich verliebt. Er habe ihr die Ausbildung zur Pflegefachfrau, Weiterbildung, Reisen nach Übersee und eine Wohnung finanziert. Auch zwei Unternehmen aus seinem Besitz habe er der Frau überschrieben – eine Limousinenvermietung und eine Sicherheitsfirma. Vor eineinhalb Monaten sei es aber zum Bruch in der Beziehung gekommen, sie habe die gemeinsame Wohnung verlassen.

Erstellt: 03.06.2019, 08:18 Uhr

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