Drehort Affoltern: Zürcher Stadtrat unterstützt «Tatort» finanziell

Die Stadt Zürich beteiligt sich mit 1,6 Millionen Franken an der Produktion der Krimiserie. Gedreht wird in Zürich-Nord.

Carol Schuler (links) und Anna Pieri Zuercher werden ab 2020 in Zürich Gangster jagen.

Carol Schuler (links) und Anna Pieri Zuercher werden ab 2020 in Zürich Gangster jagen. Bild: Walter Bieri/Keystone

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Mit dem einmaligen Beitrag von 1,6 Millionen Franken sollen in den kommenden vier Jahren insgesamt acht Zürcher «Tatort»-Produktionen mitfinanziert werden. Dies geht aus einem Stadtratsbeschluss vom 3. Juli hervor.

Bekanntlich verlegt das Schweizer Fernsehen SRF die nächste Staffel des «Schweizer Tatort» von Luzern nach Zürich. Ab 2020 werden mit Carol Schuler und Anna Pieri Zuercher zwei junge Kommissarinnen in der Limmatstadt ermitteln.

Stadt setzt auf Image-Werbung

Kaum ein anderes Fernsehformat biete eine so gute Plattform, um eine Stadt national und international zu präsentieren, begründet der Stadtrat seine Finanzspritze für die Krimiserie. Der Tatort sei für die Stadt aus Sicht der Wirtschaftsförderung «ein sehr wichtiges Projekt».

Zürich als facettenreiche Kulisse biete «einmaliges Potenzial für einen positiven Imagetransfer bei einem breiten Publikum im gesamten deutschsprachigen Raum». Immerhin würden Schweizer Tatorte in Deutschland und Österreich von rund 8 Millionen, in der Schweiz von durchschnittlich rund 580'000 Zuschauerinnen und Zuschauern gesehen.

Verhörzimmer in Affoltern

Geplant ist, dass jährlich zwei «Tatort»-Filme mit einem Budget von rund 2 Millionen Franken in und um Zürich gedreht werden. Die Dreharbeiten sollen im November beginnen und für die ersten beiden Folgen bis Februar 2020 dauern. Die erste Ausstrahlung eines Zürcher Tatorts ist für die zweite Hälfte 2020 vorgesehen. Vorbereitet und umgesetzt werden die Produktionen in Zusammenarbeit mit der Film Commission Zurich und der Kantonspolizei Zürich. Zwei städtische Liegenschaften an der Mühlackerstrasse 199 und an der Cäsar-Ritz-Strasse 12 in Affoltern dienen als Drehort und Lagerraum für Ausstattung und Kostüme. Dort wird auch das fiktive Polizeikommissariat mit den Büros der Ermittlerinnen und den Verhörzimmern eingerichtet.

«Das Vier- bis Fünffache fliesst zurück»

Mit dem städtischen Beitrag von 200'000 Franken pro «Tatort»-Folge werden einerseits die Mietzinse für diese beiden Gebäude abgegolten, wie der Stadtrat schreibt. Andererseits werden damit Gebühren, Sperrungen und Parkplätze, Hotelübernachtungen, Verpflegung, Mietkosten von Drehorten sowie weitere Produktionskosten bezahlt, die sich direkt in der Stadt niederschlagen.

«SRF erwartet von der ‹Tatort›-Stadt einen finanziellen Beitrag pro Produktion in Form von Finanz- oder Sachleistungen», schreibt der Stadtrat. Er erinnert aber daran, dass pro «Tatort»-Produktion die beteiligten Firmen, Zulieferer und weitere Akteure zwischen 800'000 und 1 Million Franken in der Stadt Zürich ausgeben werden. «Somit fliesst ein Vier- bis Fünffaches der Geld- und Sachleistungen durch die Stadt Zürich in die Stadt Zürich zurück, in Gewerbebetriebe und Dienstleistungen.»

Einmalige Ausgaben bis zu 2 Millionen Franken kann die Stadtregierung in eigener Kompetenz und ohne Genehmigung durch das Stadtparlament bewilligen.

Erstellt: 12.07.2019, 08:29 Uhr

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