Zum Hauptinhalt springen

Geri Müller ist zurück im Stadthaus

Umringt von Journalisten betrat der Badener Stadtammann heute um 6.55 Uhr das Stadthaus. Dort wird zurzeit über die Neuverteilung seiner Dossiers beraten.

Hat im Badener Stadthaus Nacktselfies gemacht und an eine junge Frau geschickt: Politiker Geri Müller.
Hat im Badener Stadthaus Nacktselfies gemacht und an eine junge Frau geschickt: Politiker Geri Müller.
Keystone
Wurde 2003 in den Nationalrat gewählt: Grünen-Politiker Geri Müller. (Archivbild, Juni 2011)
Wurde 2003 in den Nationalrat gewählt: Grünen-Politiker Geri Müller. (Archivbild, Juni 2011)
Keystone
Spielte im FC Nationalrat: Geri Müller im Torwartdress in der vordersten Reihe. (19. September 2006)
Spielte im FC Nationalrat: Geri Müller im Torwartdress in der vordersten Reihe. (19. September 2006)
Arno Balzarini, Keystone
1 / 5

Heute Morgen um acht Uhr begann für Geri Müller wieder die Arbeit. Seither berät der Badener Stadtrat an einer Sitzung über die Neuverteilung der Dossiers des Stadtammanns.

Auf dem Weg ins Badener Stadthaus wurde der Grüne Nationalrat mehrere Male von Journalisten befragt. Laut der «Aargauer Zeitung» irgnorierte der 56-Jährige die Medienleute – er habe angespannt gewirkt, begrüsste lediglich einen Mitarbeiter und verschwand im Gebäude.

Jonas Fricker, Präsident der Grünen Aargau, sicherte seinem Parteikollegen via Twitter seine Unterstützung zu.

Nach der Nacktselfie-Affäre hat sich der Badener Stadtrat letzte Woche gegen die Rückkehr des Stadtammanns ausgesprochen und angekündigt, ihm die Dossiers zu entziehen. Müller hat jedoch klar gemacht, dass er nicht daran denke, zurückzutreten.

Belastung für den Steuerzahler

Wie die AZ berichtet, ging der Stadtrat am Morgen geschlossen zur Sitzung. Geri Müller betrat das Gebäude später allein. Dass der Stadtrat dem Stadtammann wieder das Vertrauen aussprechen wird, gilt als eher unwahrscheinlich. Die Sitzung werde von Stadtammann Geri Müller geleitet, erklärt Kommunikationschefin Jacqueline Keller.

Der Dossierentzug belastet nicht nur Geri Müller, sondern auch die Badener Steuerzahler. Auch wenn Müller seine Aufgaben entzogen werden, kann sein Stadtammann-Lohn nicht gekürzt werden. Die Stadtratskollegen, die einspringen müssen, werden zusätzlich entschädigt, schreibt die «Sonntagszeitung».

Nach seinem Comeback im Badener Stadthaus tritt Geri Müller auch in Bundesbern wieder in Erscheinung. Am Nachmittag nimmt er als Nationalrat der Grünen am Auftakt der Herbstsession teil.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch