Gleich klatscht es

Roboter, Drohnen und ein Gesellschaftsspiel, das ans klassische Tortenwerfen erinnert: Wir wünschen frühe Weihnachten.

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Wenn es nach Guetsli duftet und das ­Geschenkpapier raschelt, ist der 24. Dezember nicht mehr weit. Nur, bis Weihnachten vergehen noch drei Monate. Wer denkt eigentlich jetzt schon an ­Geschenke und ans Christkind? «Das stimmt schon, eben erst ist der Sommer zu Ende gegangen, aber viele Kinder wissen bereits im Herbst, was sie unter dem Christbaum auspacken wollen, und schreiben bereits fleissig Wunschzettel», sagt Andri Hofmann, Marketingleiter bei Franz Carl Weber an der Zürcher Bahnhofstrasse.

Der Spielzeugspezialist lud gestern die Medien ein, um einige Weihnachtshighlights für dieses Jahr vorzustellen. «Nebst klassischen Spielsachen haben es dieses Jahr auch einige technische Gadgets mit einem gewissen Etwas für Kinder in die Top Ten der ­Geschenkideen geschafft hat», sagt Hofmann. Studien haben ergeben, dass Eltern viel Wert darauf legen, dass ihre Kinder sich mit pädagogisch wertvollen Spielsachen abgeben. «Es gibt aber auch Spiele, die einfach nur Spass machen», sagt Rony Remond. Der Verkaufsberater steht in der Mitte des Ladengeschäfts an der Bahnhofstrasse und präsentiert das Gesellschaftsspiel Pie Face. Das Spiel hat nur ein Ziel: Alle Teilnehmer sollen möglichst nicht nass werden. Denn man weiss nie, wann die Plastikhand mit dem nassen Schwamm nach oben schlägt. Das funktioniert folgendermassen: Die Spielteilnehmer müssen einen Pfeil auf einem kleinen Zahlenkreis drehen und schauen, auf welchem Feld dieser stehen bleibt. Remond demonstriert es, steckt seinen Kopf durch eine Scheibe und dreht am seitlichen Griff so oft, wie es die Zahl vorgibt.

Natürlich hofft jeder Spielteilnehmer inständig, dass die Hand bei ihm nicht nach oben ausschlägt. Bei der Vorführung lag übrigens kein Schwamm auf der Hand, sondern eine Extraportion Rahm, die prompt mit vollem Schwung im ­Gesicht von Rony Remond landete.

Minisalto in der Luft

Bei den Vorführungen fällt auf: Immer mehr Spielzeuge benötigen Smartphones und Tablets mit entsprechender App, um sie zu steuern oder Kommandos ausführen zu lassen. Ein Beispiel dafür ist der 1,20 Meter grosse, ferngesteuerte Roboter Meccanoid G15KS, den man zuerst aus 2000 Teilen zusammenbauen muss, bevor man mit ihm spazieren gehen kann oder er kleinere Sprachbefehle befolgt. Tanzen wollte er gestern allerdings partout nicht. Auch zu einem kleinen Spaziergang liess sich der Blechmann trotz mehreren Aufforderungen nicht überreden.

Fast schwindlig wurde es älteren Zuschauern, als die mit vier Rotoren ausgestattete RC-Drohne FX-4 durch die Luft sauste. Der Mini-Quadcopter wird per Fernsteuerung navigiert und ist in der Lage – entsprechende Geschicklichkeit des Piloten vorausgesetzt –, kleine 360-Grad-Saltos in der Luft zu vollführen. Eingebaut ist sogar ein automatischer Orientierungsmodus, damit die Drohne erkennt, wo sich der Pilot befindet. Kinderherz, was willst du mehr?

Hightechroboter, 3-D-Malsystem oder Kidizoom-Actionkamera hin oder her, ein Dauerbrenner auf der Wunschliste der Kinder wird auch dieses Jahr das bewährte Plüschtier sein, im Gegensatz zu früheren Jahren vielleicht mit mehr elektronischen Innereien ausgestattet. Andri Hofmann: «Traditionelle Spielzeuge stehen bei den Kindern nach wie vor hoch im Kurs.»

Erstellt: 24.09.2015, 07:58 Uhr

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