Zum Hauptinhalt springen

Gnade für den Türkenladen

Dem Quartierladen Dirok Market am Limmatplatz in Zürich drohte die Kündigung. Nun sieht alles anders aus.

Im Dirok Market an der Limmatstrasse gibt es auch nach Oktober noch Lebensmittel zu kaufen.
Im Dirok Market an der Limmatstrasse gibt es auch nach Oktober noch Lebensmittel zu kaufen.
Doris Fanconi

Noch vor zwei Monaten verstanden die Besitzer des Dirok Markets an der Limmatstrasse die Welt nicht mehr. Die Liegenschaftenverwalterin Wincasa hatte ihnen mit der Kündigung gedroht, falls sie weiterhin Lebensmittel verkauften. Ab Oktober sollte die Neuerung umgesetzt sein.

Nun haben sich die Ladenbesitzer und Wincasa offenbar geeinigt, wie «20 Minuten» berichtet. «Wir dürfen bleiben und weiterhin Lebensmittel verkaufen», sagt Inhaber Hasan Yapici. Der kurdische Detailhändler ist froh, dass er und seine Familie ihr Geschäft nach 17 Jahren weiterführen können.

Beurteilung der Stadt

Warum Wincasa den Verkauf von Lebensmitteln unterbinden wollte, ist unklar. Es hiess, sie habe dies damit begründet, dass der Discounter «Denner» im gleichen Gebäudekomplex eine Filiale betreibt. Wincasa liess diese auf Anfrage von Redaktion Tamedia unkommentiert. Man dürfe sich zu einzelnen Mietverträgen nicht äussern.

Die angedrohte Kündigung an der Limmatstrasse sowie andere Fälle, in denen Quartierläden die Schliessung angedroht wurde, haben auch Politiker auf den Plan gerufen. SP-Gemeinderat Florian Utz hat ein Postulat in Sachen Ladenflächen eingereicht, das die Vermietungspraxis von Stadt und Stiftungen prüfen soll. Im Fokus steht vor allem, ob die Lokale an kleinere und mittlere Lebensmittelgeschäfte vermietet werden können. Eine Interpellation von zwei Politikern der Grünen möchte zudem wissen, wie die Stadt die Vertreibung von Quartierläden beurteilt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch