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Gut fürs Gewissen, gut fürs Geschäft

Einen Bioboom wie im Zürcher Niederdorf könnte man sich anderswo kaum leisten.

Das Gute liegt so nah. Im Falle von Zürich im Niederdorf. Dort, an bester Lage in der Altstadt, gibt es alle paar Meter einen «guten» Laden. Zwischen Hirschenplatz und Grossmünster boomt das Geschäft mit Bio, Fair Trade und der Nachhaltigkeit. Eröffneten bis ­anhin vor allem Textilketten neue Filialen, ziehen heute vermehrt Anbieter in die Lokale, die mit dem Argument der Nachhaltigkeit für ihre Ware werben. In den letzten Jahren und Monaten ist so in der Zürcher Altstadt eine richtige Bio-Meile entstanden: In Gehdistanz finden sich zahlreiche Lebensmittel- und Kleiderläden, Restaurants und Burgergrills.

Das Angebot wächst weiter. So wünscht sich etwa die Stadt Zürich als Nachfolgemieter für den Starbucks am Rindermarkt etwas Nachhaltiges. Stichworte aus dem Inserat: gesunde Ernährung, frische, natürliche Produkte, Regionalität, Saisonalität. Die Innenstadt ist ideal für Läden mit diesem Profil. Hier haben die Menschen genügend Geld, um sich den teuren Lifestyle zu leisten – denn jedes Label, jedes Zertifikat hat seinen Preis. Positiver Nebeneffekt für die Konsumenten: Der Aufpreis ist gut für das Gewissen.

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