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Gymi-Lehrer hatte Softpornobilder Minderjähriger auf dem Computer

Das Gericht rügte den Lehrer, der mit seinen Schülern Pornotexte gelesen haben soll. Es erwartet von ihm eine «höhere Sensibilität im Umgang mit Pornografie».

Mit den Schülern pornografische Schriften und Bilder behandelt: Ein Zürcher Gymi-Lehrer wurde vom Obergericht dafür gerügt.
Mit den Schülern pornografische Schriften und Bilder behandelt: Ein Zürcher Gymi-Lehrer wurde vom Obergericht dafür gerügt.
Keystone

Der Fall wirbelte Mitte Oktober viel Staub auf: Ein Gymnasiumslehrer stand vor dem Obergericht, weil er angeblich mit seinen Schülern pornografische Schriften und Bilder im Unterricht behandelte. Damit habe er seine Schülerinnen und Schüler in einer «nicht adäquaten Form und im Übermass mit Sexualität konfrontiert», hiess es in der Anklageschrift. Der Lehrer wurde in den Hauptpunkten freigesprochen. Im nun vorliegenden schriftlichen Urteil zerpflückte das Gericht die Arbeit der Staatsanwaltschaft geradezu. Der Vorwurf, die Schüler seien übermässig mit Sexualität konfrontiert worden, lasse sich aus den «unvollständig erscheinenden» Unterlagen in keiner Weise erhärten. Und die Werke, von denen die Rede sei, seien nicht als Pornografie im Sinne des Strafgesetzbuchs zu werten.

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