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Verbaut Zürich seinen Charakter?

Der Heimatschutz warnt, die Stadt habe in ihrer Bau- und Zonenordnung das Inventar der schützenswerten Ortsbilder nicht berücksichtigt. Er legt Rekurs ein.

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Einer jener Zürcher Strassenzüge, die im Inventar der schützenswerten Ortsbilder erfasst sind. Bild: Sabina Bobst
Einer jener Zürcher Strassenzüge, die im Inventar der schützenswerten Ortsbilder erfasst sind. Bild: Sabina Bobst

Der Zürcher Heimatschutz ist sicher: Der Stadtrat hat bei der Erarbeitung der neuen Bau- und Zonenordnung (BZO) für Zürich etwas Wichtiges ausgeblendet: Übergeordnete Regelwerke forderten, dass das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) bei der Planung miteinbezogen werde. Dies sei nicht geschehen. Deshalb reicht der Heimatschutz einen Rekurs gegen die Vorlage des Stadtrates ein, wie er heute Dienstag bekannt gab.

Der Heimatschutz befürchtet «massive Nachteile» für Denkmal- und Heimatschutz, falls die BZO wie vorliegend ohne detaillierte Prüfung dieser Vorgaben in Kraft tritt. Eigentlich stehe er dem Entwurf des Stadtrates positiv gegenüber. Man habe sich intensiv damit auseinandergesetzt und mit Erleichterung festgestellt, dass denkmalschützerische Anliegen darin berücksichtigt wurden, heisst es in der Mitteilung. Trotzdem sah sich der Heimatschutz nun zu einem Rekurs veranlasst.

Bei der BZO handelt es sich um eine Teilrevision der heute gültigen Bau- und Zonenordnung aus dem Jahr 1999. Sie legt parzellengenau und eigentümerverbindlich fest, wo was wie gebaut oder umgebaut werden darf. Start der Revision war 2011/2012 mit der Erarbeitung des Entwurfs. In der zweiten Hälfte 2013 erfolgte die öffentliche Auflage. Daraufhin gingen rund 3500 Anträge aus der Bevölkerung ein. Rund die Hälfte davon konnte berücksichtigt werden. Schliesslich hat sie der Zürcher Gemeinderat im November 2016 festgesetzt.

(SDA)

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