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High-Intensity-Intervall-Alltag

Jeden Tag mehrmals trainieren ist der neuste Fitnesstrend. Das macht aber nicht für jeden Sinn.

Haben Sie heute schon zehn Liegestütze gemacht – und wollen über den Tag verteilt auf 50 kommen? Sind aufs Tram galoppiert, fliegen die Treppen hoch, anstatt den Lift zu nehmen? Treten Sie abends auf der Heimfahrt mit dem Fahrrad wie ein amphetamin-getriebener Esel in die Pedale, um den Puls noch einmal hochzujagen? Dann folgen Sie einem der grössten Fitnesstrends 2020: ganztägiges Trainieren. Die Idee dabei ist, nicht dreimal die Woche auf einen Hometrainer zu sitzen oder ein paar Hanteln herumzuwerfen, sondern kleine Trainingseinheiten verteilt in den Alltag zu integrieren.

Das tönt natürlich schön, weil effizient. Allerdings scheint mir die Krux in der konsequenten Umsetzung zu liegen. Wer dreimal die Woche konzentriert trainiert, muss sich auch nur dreimal dazu aufraffen. Ganztägiges Trainieren hingegen fordert eine permanente Bereitschaft, sich zu überwinden. Das ist durch die allgegenwärtigen Wearables, die einen über Schrittzahl und Kalorienverbrauch informieren, sicherlich einfacher als ohne. Dennoch geht es nur mit permanentem Engagement – Achtsamkeit ist das Stichwort –, und das ist nicht jedermanns Sache.

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