Zum Hauptinhalt springen

Höchste Zeit für eine Entschuldigung

In der Affäre Mörgeli hat die Universitätsleitung für einmal ein Lob verdient: dafür, dass sie zu ihren erschütternden Fehlern steht.

Gleich zwei Gutachten zur Affäre rund um das Medizinhistorische Institut der Uni Zürich haben am Montag der leidigen Geschichte neuen Schub verliehen. Was bisher, je nach Gusto, zur Affäre Mörgeli, Ritzmann oder Aeppli stilisiert wurde, darf jetzt wahlweise auch als Affäre Universität oder Affäre Staats­anwaltschaft gesehen werden.

Gemäss dieser Gutachten – das eine ist vom Datenschützer, das andere wurde vom Unirat in Auftrag gegeben – hat die Universität Tausende von Telefon- und E-Mail-Verkehrsdaten ihrer Mitarbeitenden und Studierenden unrechtmässig ausgewertet. Unrechtmässig war auch die Weitergabe der Daten. Und die Staatsanwaltschaft orderte im Stile einer Rasterfahndung Unmengen von Daten, wofür offenbar eine Rechtsgrundlage fehlte.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.