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Tagesanzeiger.ch/Newsnet war bei der ersten Skype-Hochzeit in Zürich dabei. Kurz nach Beginn der Zeremonie kam es zu einer Panne.

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Der Zürcher Urs Michael Hauenstein und die Vietnamesin Thi Thanh Thuy Duong trauen sich im Zürcher Stadthaus im engen Kreis von Bekannten und der Familie des Bräutigams. Die Familie von Thi Thanh Thuy Duong hingegen lebt in Vietnam. An der standesamtlichen Trauzeremonie nehmen sie trotzdem teil – per Videotelefon. Eine Premiere in Zürich, wenn nicht gar schweizweit.

«Wir konnten nicht herausfinden, ob es dieses Angebot möglicherweise schon andernorts gibt. Für heiratswillige Zürcherinnen und Zürcher sowie auch auswärtige Brautpaare ist es eine Premiere», sagt Elisabeth Meyer, Leiterin vom Stadtzürcher Zivilstandesamt.

Drei Viertel der Ehen sind binational

Das Trauzimmer des Stadthauses ist vorerst das einzige Zürcher Traulokal, in dem dieser kostenlose Service angeboten wird. Das Zivilstandesamt stellt den Paaren ein iPad zur Verfügung, mit dem die Trauung via Internettelefondienst Skype in die ganze Welt übertragen werden kann.

Bei drei Vierteln der Ehen, die in der Stadt Zürich geschlossen werden, haben eine oder gar beide Personen eine ausländische Staatsangehörigkeit. «Dank Skype können nun auch die Verwandten im Ausland an der Zeremonie teilnehmen», sagt Zürichs oberste Standesbeamtin.

Die Verbindung läuft über das Swisscom UMTS und die Paare müssen ihr eigenes Skype-Login mitbringen. Die Stadt übernehme keinerlei Verantwortung für die zustande kommende Internetverbindung. «Im Stadthaus wird im Viertelstundentakt geheiratet. Mit der Trauung kann nicht zugewartet werden, wenn etwas mit der Verbindung nicht klappt», räumt Meyer ein.

«Die Paare sind ihre eigenen Regisseure»

Darauf, wie die iPad-Kamera ausgerichtet ist, was genau gefilmt wird und wer das iPad hält, nimmt das Standesamt keinen Einfluss: «Die Paare sind ihre eigenen Regisseure», sagt Meyer. Die Stadt wolle im Rahmen des Projektes «eZürich» die elektronischen Dienstleistungen ausbauen. «eZürich» ist ein Legislaturschwerpunkt des Zürcher Stadtrates.

«eZürich» will Dienstleistungen vermehrt über Internet und mobile Geräte zur Verfügung stellen. Mittels unterschiedlichster Projekte soll so der digitale Graben in Zürich geschlossen und die Medienkompetenz der Bevölkerung gefördert werden.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.05.2012, 14:41 Uhr

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