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«Ich fühlte mich miserabel»

Seit Montagmittag wird auf der Baustelle der neuen Passage Gessnerallee gestreikt, weil Kot und Urin auf Arbeiter tropfen. Wie schlimm es wirklich ist, schildert einer der Streikenden.

«Es kamen nicht nur ein paar Tropfen herunter. Das floss, als ob man einen Wasserhahn aufdreht»: Marco R. ist einer der Arbeiter von der Baustelle an der neuen Passage Gessnerallee unter dem Hauptbahnhof.
«Es kamen nicht nur ein paar Tropfen herunter. Das floss, als ob man einen Wasserhahn aufdreht»: Marco R. ist einer der Arbeiter von der Baustelle an der neuen Passage Gessnerallee unter dem Hauptbahnhof.
Tina Fassbind
Die Streikenden haben sich in den Containern neben der Baustelle versammelt.
Die Streikenden haben sich in den Containern neben der Baustelle versammelt.
Tina Fassbind
Seit Montagmittag im Streik: Die Bauarbeiter machen am Zürcher HB mit Plakaten auf Ihre Situation aufmerksam.
Seit Montagmittag im Streik: Die Bauarbeiter machen am Zürcher HB mit Plakaten auf Ihre Situation aufmerksam.
Unia
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Was hat Sie dazu bewogen, dem Streik beizutreten? Die Arbeitsbedingungen waren einfach nicht mehr tragbar. Wir mussten Bodenplatten bearbeiten, die sich an gewissen Stellen regelrecht mit Urin vollgesogen haben. Es hat wirklich bestialisch gestunken.

Ist tatsächlich Urin auf Sie herabgeflossen? Nicht direkt. Aber man wusste immer, wo gerade der Zug stand. Es kamen nicht nur ein paar Tropfen herunter. Das floss, als ob man einen Wasserhahn aufdreht. Ob es Urin oder einfach Abwasser war, habe ich natürlich nicht kontrolliert.

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