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«Ich schaute rüber, und da sah ich es»

Jakob Marten hat am Knabenschiessen als Einziger fünfmal ins Schwarze getroffen. Im Video verrät er, was ihm durch den Kopf ging. Und was er mit den 5000 Franken anstellt.

«Das war ein ziemlich guter Lauf»: Der neue Schützenkönig gibt Auskunft. Video: Nicolas Fäs

Kurz nach seiner Krönung wusste Jakob Marten heute noch nicht, was man als Schützenkönig überhaupt machen muss. Inzwischen dürfte er einen Teil der Antwort kennen: Fragen beantworten. Zum Beispiel jene, was ein 16-Jähriger mit 5000 Franken anfängt. Einen Teil davon wird er wohl in seinen Töff investieren – «damit der ein bisschen besser aussieht».

Als einziger von 4083 Jugendlichen hat Marten am diesjährigen Zürcher Knabenschiessen das Maximum von 35 Punkten geschossen. Der Coup gelang ihm schon am Samstagabend, danach schaffte es zwei Tage lang keiner seiner Konkurrenten, fünf Volltreffer auf die A-Scheibe zu setzen. Ein Ausstich um die Krone war damit nicht mehr notwendig, zum sechsten Mal seit dem Jahr 2000.

Elf Knaben und drei Mädchen, die das Maximum in der Qualifikation nur knapp verfehlt und 34 Punkte erzielt hatten, massen sich im Ausstich um die weiteren Platzierungen hinter Marten. Auf Rang zwei setzte sich Laurenz Werschlan aus Wallisellen, der in diesem Finaldurchgang 32 Punkte schoss. Auf Rang drei wird Anita Ivanceciv (Bülach) mit 31 Punkten geführt.

Ältestes Volksfest der Stadt Zürich

Am Knabenschiessen können Mädchen und Knaben im Alter von 13 bis 17 Jahren teilnehmen, die im Kanton Zürich wohnen oder in die Schule gehen. Es gilt als das älteste Volksfest in der Stadt Zürich. Seine Wurzeln reichen bis ins 17. Jahrhundert. In Akten aus dem Jahr 1656 ist von einem «Knaben Schiesset» als Abschluss eines mehrwöchigen Drillkurses die Rede.

Der Anlass hielt sich über die Jahrhunderte hinweg an wechselnden Schauplätzen. Seit 1899 wird das Knabenschiessen von der Schützengesellschaft der Stadt Zürich im Albisgüetli organisiert. Seit 1991 sind auch Mädchen zum Schiessen zugelassen – seither haben sich sechs Königinnen in die Siegerliste eingetragen.

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