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Im Hauptbahnhof tappen Blinde im Leeren

Bei den Gleisen der Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn im Zürcher HB fehlen die Hilfslinien für sehbehinderte Menschen. Eine Lösung ist in Sicht.

Orientierungslos: Christoph Ammann an der SZU-Haltestelle im HB.Foto: Doris Fanconi
Orientierungslos: Christoph Ammann an der SZU-Haltestelle im HB.Foto: Doris Fanconi

Ein tägliches Ärgernis ist das Umsteigen im Hauptbahnhof Zürich für Christoph Ammann: Verlässt der beinahe blinde Mann morgens nach acht Uhr die Uetlibergbahn, findet er sich nur mit grossen Schwierigkeiten zurecht. Er weiss zwar, dass er sich nach rechts wenden muss, um zur Rolltreppe zu gelangen. Ohne fremde Hilfe findet er sie im Gedränge der Pendler aber kaum. Auf sein Gehör kann er sich in der lauten Stosszeit nicht verlassen – die Rolltreppe hört er vom Perron aus höchstens in stillen Randzeiten. Und sein weisser Blindenstock, der ihm sonst im ganzen Hauptbahnhof eine gute Hilfe ist, nützt ihm auf dem Perron bei den Gleisen 21 und 22 nichts. Die taktilen Linien, an denen er sich sonst orientieren kann, fehlen gänzlich.

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