Im Zoo leben kleine Brüder des Weissen Hais

Im Raub- und Giftfischbecken des Aquariums im Zoo Zürich tummeln sich auch Rochen und Haie. Allerdings eher harmlose Exemplare.

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Haialarm! Und dann nähert sich mit unheimlicher Musik untermalt und unsichtbar der Schrecken der Meere. Steven Spielbergs «Weisser Hai» hat den Ruf der Haie nachhaltig geschädigt. Doch gibt es auch harmlose Exemplare dieser urtümlichen Knorpelfische. Sechs sind im 2016 erneuerten Aquarium des Zoos Zürich zu beobachten. Sie wurden heute den Medien vorgeführt.

Im Raub- und Giftfischbecken tummeln sich zwei Haiarten und eine Rochenart: drei Epaulettenhaie, drei Korallenkatzenhaie und zwei Blaupunktrochen. Es sind in Menschenobhut geborene Tiere und faszinieren vor allem durch ihre geschmeidige Art der Fortbewegung.

Ein Hai auf Wanderschaft

Die Rochen fliegen fast majestätisch durch das Wasser, und der Korallenkatzenhai gleitet elegant auch durch enge Spalten. Am eigentümlichsten aber bewegt sich der Epaulettenhai. Er schlängelt sich fast wie ein Salamander am Boden entlang. Er kann dank seiner speziell ausgebildeten Brust- und Bauchflossen auch kleine Strecken über Land gehen. Von Tümpel zu Tümpel.

Etwa vier Prozent der bekannten Fischarten besitzen kein knöchernes Innenskelett, sondern eines aus Knorpel. Sie haben auch keine Schwimmblase, die im Wasser für Auftrieb sorgt. Wollen sie nicht auf den Grund sinken, müssen sie daher stets in Bewegung sein. Für etwas Auftrieb sorgt allerdings das leichte Knorpelskelett und das in der Leber enthaltene Öl.

Der Grösste frisst nur Plankton

Eigentlich sind diese Fischarten hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv. Doch da sie im Zoo-Aquarium tagsüber gefüttert werden, werden sie jeweils für einen Imbiss aktiv. Haie und Rochen leben räuberisch, doch ist der Grossteil der rund 1200 Arten eher klein und begnügt sich mit entsprechend kleinen Brocken. Der Epaulettenhai etwa ernährt sich von Wirbellosen und kleinen Fischen. Mit kauenden Kieferbewegungen knackt er die harten Schalen von Krabben, Schnecken und Seeigeln.

Allerdings gehört der grösste aller Fische auch zu dieser Gruppe: der Walhai. Er erreicht eine Länge von bis zu fünfzehn Metern und ein Gewicht von dreissig Tonnen. Kaum vorstellbar, dass er sich dieses Gewicht nur mit Plankton anfrisst. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 18.04.2018, 14:18 Uhr

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