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In einem Monat 40'000 Franken erbettelt

Ein stark verschuldeter junger Zürcher wandte sich mit einem Hilferuf per Facebook an die Öffentlichkeit – und war seine Sorgen in kürzester Zeit los.

40'000 Franken in einem Monat: Oliver Jordan Tewelde bedankt sich auf Facebook bei seinen 480 Spendern. (Video: Tamedia/Facebook)

Oliver Jordan Tewelde, Koch und Musiker, verursacht vor rund zwei Jahren einen Fahrradunfall und brach dabei einer Frau den Arm. Er wurde gerichtlich verurteilt und musste der Frau die Arztkosten bezahlen, rund 40'000 Franken. Weil seine Mutter kurz vor dem Unfall die Haftpflichtversicherung gekündigt hatte, musste er die Kosten selber tragen, wie der junge Mann auf seiner Facebook-Seite am 5. Januar schrieb.

Unter dem Titel «Solidaritätsfrage» startete der 23-Jährige in den sozialen Medien einen Hilferuf. «Wenn ich durch Crowdfunding wieder ein normales Leben führen könnte, würdest du mich unterstützen?». So bat er die Öffentlichkeit, ihm Geld zu spenden, und listete auch seine volle Adresse und Bankverbindung auf. Er sei in eine physische und psychische Abwärtsspirale geraten. Egal wie viel er gemacht und gearbeitet habe, er sei der Zahlungsunfähigkeit immer näher gekommen.

Geld auf Betreibungsamt bezahlt

«Ich kann mir seit längerem nichts mehr leisten. Gar nichts. Keine Zahnpasta, Waschmittel oder Deo. Kein Essen. Keine Socken. Kein Billett», schrieb er in der Solidaritätsanfrage und forderte die User auf, das Video im Freundeskreis zu veröffentlichen. Tewelde erntete für seinen Aufruf in den Kommentarspalten seines Beitrags viel Zuspruch und Unterstützung. Diverse Medienvertreter – darunter die Kolumnistin und Moderatorin Gülsha Adilji und der ehemalige «Watson»-Chefredaktor Hansi Voigt – teilten den Beitrag, wie die «Limmattaler Zeitung» kürzlich berichtete.

Der Aufruf war ein Grosserfolg. So hätten innerhalb eines knappen Monats 480 Personen insgesamt 40'676.98 Franken gespendet, wie Tewelde auf Facebook schreibt: «Eine unglaubliche Leistung und ein Zeichen der Menschlichkeit und Solidarität in dieser bizarren Zeit.» Und voll Begeisterung fügte er bei: «Ich kann mich gar nicht genug bei jedem Einzelnen für seine Hilfe danken! I’m a free man!» Er sei beim Betreibungsamt gewesen und habe die Schulden inzwischen bezahlt.

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