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In Zürich schliessen mehrere Poststellen

Das Netz des Gelben Riesen wird dünner und dünner. Die Post gibt demnächst vier Filialen auf.

Bald werden auch die Kunden am Zürichberg und im Quartier Binz/Giesshübel nicht mehr an einem herkömmlichen Postschalter bedient werden.
Bald werden auch die Kunden am Zürichberg und im Quartier Binz/Giesshübel nicht mehr an einem herkömmlichen Postschalter bedient werden.
Urs Jaudas

Vier Poststellen weniger. So hat es die Post für Zürich vorgesehen. Neben den bereits bekannten Schliessungen der Filialen in Aussersihl und Wipkingen kommen zwei weitere dazu. Im Quartier Binz/Giesshübel und am Zürichberg werden am herkömmlichen Ort demnächst keine Postkunden mehr empfangen. Die Poststellen sollen durch Postagenturen ersetzt werden.

Die Aufgabe dieser Filialen ist Teil eines grösseren Bereinigungsprozesses des Unternehmens. 2016 machte die Post publik, dass sie landesweit bis zu 600 Filialen schliessen will.

Für die Post hat sich das Format der Postagenturen in den vergangenen zehn Jahren als praktische Zugangsmöglichkeit bewährt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Als Postagenturen gelten Postableger in Partnergeschäften. In der Stadt Zürich gibt es bereits an neun Standorten solche Postagenturen. Beispielsweise in Hottingen, wo die Postagentur ihren Ableger in einer Apotheke hat. Die Kunden würden in Postagenturen unter anderem von deutlich längeren Öffnungszeiten profitieren.

Weniger Pakete

Die Post begründet die Schliessungen mit den veränderten Gewohnheiten der Kunden. Die elektronische Kommunikation und die gestiegene Mobilität würden dazu führen, dass Kunden ihre Postgeschäfte nicht mehr nur am Schalter, sondern zunehmend auf elektronischem Weg erledigen würden.

Die Umsätze an den Schaltern gingen in den letzten 15 Jahren stark zurück: bei den Briefen um 63 Prozent, bei den Paketen um 42 Prozent und beim Zahlungsverkehr um 37 Prozent.

Heftige Kritik von der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft syndicom reagierte enttäuscht auf die Ankündigung der Post, auch die Filialen am Zürichberg und in der Binz/Giesshübel zu schliessen. Postagenturen seien kein Ersatz für eine Filiale. Diese würden einen deutlich schlechteren Service bieten.

Noch im Oktober habe die Post in Aussicht gestellt, die Netzentwicklung mit Kanton und Bevölkerung zu diskutieren. Damit sei offenbar bereits wieder Schluss. Politik und Bevölkerung würden vor vollendete Tatsachen gestellt.

SDA/ema

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