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So viele Personen verunfallten in Zürich mit dem E-Trotti

Mehr Verletzte und erstmals Zahlen zu Bussen: Die Stadt zieht eine E-Scooter-Zwischenbilanz – und ist in zwei Punkten unzufrieden.

Wurden seit August 67-mal gebüsst: E-Trotti-Fahrer auf dem Trottoir. Foto: Keystone
Wurden seit August 67-mal gebüsst: E-Trotti-Fahrer auf dem Trottoir. Foto: Keystone

Das Aber der Stadt Zürich folgt prompt. Zwar rühmt sie sich in einer Medienmitteilung, dass die im April eingeführte Bewilligungspflicht für «Free-Floating»-E-Trottinette und -Velos die Stadt vor einer Flut im öffentlichen Raum bewahrt habe, aber trotzdem würden viele Reklamationen eintreffen und man kämpfe mit Problemen.

Erstens würden zu viele E-Trottinette in die Gewässer geworfen werden. Insgesamt musste die Stadt in diesem Jahr aus dem Zürichsee, der Limmat und der Sihl insgesamt 51 Trottis bergen. Zweitens würden sich die Nutzerinnen und Nutzer nur ungenügend an die Verkehrsregeln halten.

Erstmals nennt die Stadt in ihrer Mitteilung Zahlen bezüglich E-Trotti-Bussen und -Unfällen. «Seit der statistischen Erfassung per 1. August 2019 verhängte die Stadtpolizei gegenüber 67 Personen Ordnungsbussen wegen Befahrens des Trottoirs mit E-Trottinetten», heisst es. Aber: Aufgrund der kurzen Erhebungsdauer würde diese Zahl noch wenig aussagen.

Deutlich mehr Unfälle

Ein Vergleich kann hingegen bei den Unfällen angestellt werden. Die Zahl hat sich verfünffacht. Im laufenden Jahr wurden insgesamt 30 Unfälle mit E-Trottinetten mit insgesamt 28 verletzten Personen registriert. «In 27 Fällen war die Person auf dem Fahrzeug mutmasslich der Hauptverursacher», schreibt die Stadt. Im Jahr 2018 waren es nur deren 6.

Die Stadt will aufgrund der gemachten Erfahrungen am Bewilligungssystem festhalten und plant keine Änderung des Systems. Allerdings würden im kommenden Frühling allenfalls weitere «besondere Massnahmen zur Einhaltung der Verkehrsregeln geprüft», heisst es in der Mitteilung weiter. Bislang produzierte beispielsweise die Abteilung Prävention der Stadtpolizei zur Aufklärung zwei Kurzvideos und einen Flyer.

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