Zum Hauptinhalt springen

Individuell bis in alle Ewigkeit

Die Stadt Zürich lockert die uralten Vorschriften für Grabmale – und ermuntert Angehörige, Gräber speziell zu gestalten.

Auf den Stadtzürcher Fried­höfen ist jetzt der Kunde der König und nicht mehr die Vorschrift. Neu sind die Angehörigen aufgerufen, ihre Grabmäler individuell zu gestalten. Sie können das Design frei nach speziellen Motiven bestimmen und dabei das Leben des Verstorbenen stärker als bisher in Erinnerung rufen: ein Berg, das Motorrad, die Freundin, der Hund, die Katze oder ein Zahn, wenn der Dahingegangene Zahnarzt war. Was in den letzten Jahren eher toleriert war, soll und darf die Grabfelder jetzt offiziell beleben.

Die neue Grabmalverordnung, die am 1.?September in Kraft tritt, lässt zu, ein Emaillefoto der verstorbenen Person in den Grabstein einzumauern. Fotos sind namentlich im mediterranen Raum sehr verbreitet und waren nach alter Vorschrift verboten. Sie haben auf den Reihen- und Familiengräbern längst ihren festen Platz. Das Bestattungsamt ging dagegen nicht mehr vor. Christine Süssmann, Leiterin der Fachstelle Friedhofs- und Grabmalkultur: «Weshalb soll man solche Fotos verbieten?

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.