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Industriekoloss, Partytempel, Hochschule

Die Geschichte des Toni-Areals fasziniert durch überraschende Wendungen – ein Spiegel der Stadtentwicklung.

Einst wurden in der Toni-Molkerei eine Million Liter Milch täglich verarbeitet, später wurde darin mehr Bier getrunken: Der Industriekoloss Ende der 70er-Jahre. Foto: Baugeschichtliches Areal Zürich
Einst wurden in der Toni-Molkerei eine Million Liter Milch täglich verarbeitet, später wurde darin mehr Bier getrunken: Der Industriekoloss Ende der 70er-Jahre. Foto: Baugeschichtliches Areal Zürich

Eine Generation von Zürchern sieht im Toni-Areal weder die einstige Milchverarbeitungszentrale noch den künftigen Hochschulstandort. Sie erinnert sich – wehmütig! – an das Toni-Areal als den Ort, der Experimente ermöglichte, wie sie in Zürich nirgends sonst, nicht mehr und vielleicht nie wieder möglich sind. Das Rohstofflager erlebte dort nach dem Steinfels-Areal und Oerlikon seine dritte Geburt. 1997 gegründet und inspiriert von Arnold Meyer, war der Club im Toni-Areal nicht mehr die Offenbarung, die er in seinen Anfängen mit seinem – damals unerhörten – Industriechic gewesen war. Vergangenheit war damals auch schon die Partyreihe Substrat des nachmaligen Cabaret-Vol­taire-In­ten­dan­ten Philipp Meier. Aber solide, harte Techno-Unterhaltung mit grossen DJs bot das Rohstofflager im Toni so zuverlässig, dass coole Städter sogar den Andrang aus der Agglomeration im Rohstofflager aushielten.

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