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Initiative für neues Kongresszentrum steht

Bis zu 60 Meter hoch soll ein Kongresshaus mit zwei Hotels auf dem Areal des heutigen Carparkplatzes beim HB Zürich werden. Das letzte Wort hat das Volk.

wsc/pu
Spiel mit Transparenz: Nicht nur die Gebäude, auch die Brücke über die Sihl enthält in dieser Visualisierung viel Glas. (Visualisierung: Monoplan)
Spiel mit Transparenz: Nicht nur die Gebäude, auch die Brücke über die Sihl enthält in dieser Visualisierung viel Glas. (Visualisierung: Monoplan)
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Die Frage, ob Zürich ein neues Kongresszentrum auf dem Areal des Carparkplatzes beim Zürcher Hauptbahnhof braucht, beschäftigt Zürich schon seit längerem. Die Interessengemeinschaft (IG) Kongress-Stadt Zürich lanciert eine Volksinitiative mit dem Titel «Neue Arbeitsplätze anstatt Carparkpklätze». Sie ist die Antwort auf eine vom Stadtparlament gutgeheissene Motion der Linken, welche ein Kongresszentrum auf dem Gelände verhindern will.

Laut NZZ liegt das Begehren zur amtlichen Vorprüfung im Stadthaus. Die IG unter der Schirmherrschaft von Alt-Stadtpräsident Elmar Ledergerber (SP) setzt sich zusammen aus Vertretern der Zürcher Handelskammer, des Gewerbe- und Hauseigentümerverbands, des Hotelier-Vereins sowie den drei bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP.

20'000-Quadratmeter-Platz

Laut dem Bericht soll die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative im kommenden Frühjahr starten. Konkret möchte die IG Kongress-Stadt Zürich die Gemeindeordnung um mehrere Paragrafen ergänzen. Die Stadt soll «nachhaltige Projekte im Dienstleistungs- und Tourimussektor unterstützen, namentlich «indem sie geeignete Grundstücke im Baurecht zur Verfügung stellt», heisst es im Initiativtext.

Das Areal des heutigen Carparkplatzes soll in einem Zentrumszone mit Gestaltungsplanpflicht umgezont werden. Das Ziel: Die Erstellung einer gut gestalteten und nachhaltigen Überbauung für ein Konresszentrum mit Hotelnutzung. Hochhäuser bis zu 60 Meter wären möglich. Zudem soll ein 20'000 Quadratmeter grosser Platz oder Park mit Anbindung zum Platzspitz ennet der Sihl entstehen.

1700 neue Arbeitsplätze

Verantwortlich für die Planung und den Bau des Zentrums wäre ein privater Partner. Die Stadt soll das Land, das sie besitzt, für mindestens 60 Jahre im Baurecht abgeben. Die IG verspricht sich mit einem privaten Kongresszentrum die Sicherung der Tourismusstadt Zürich durch eine zukunftsorientierte Infrastruktur, ohne dabei Steuergelder einsetzen zu müssen. Das neue Zentrum würde 1700 neue Arbeitsplätze schaffen.

In den Startlöchern ist die Immobilienfirma Mobimo. Sie sieht Kongressräume für bis zu 3000 Personen vor, ein Vier-Sterne-Hotel mit 250 Zimmern, ein Designhotel mit 300 Zimmern für weniger Gutbetuchte und Läden vor. Als Investitionssumme sind 250 Millionen Franken veranschlagt.

Nicht klar ist, was mit dem bisherigen Carparkplatz passieren würde. Dazu steht im Initiativtext nichts. Angedacht sind Alternativen unter der Hardbrücke, an der Aargauerstrasse oder auch am Flughafen. Möglich wäre auch ein Bushof unter dem neuen Kongresszentrum.

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