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Jelmoli wirft Pelz aus dem Sortiment

Erfolg für den Zürcher Tierschutz: Nach jahrelangen Gesprächen mit dem grossen Warenhaus wird dieses bald keinen Echtpelz mehr verkaufen.

Ab April pelzfreie Zone: Das Jelmoli-Haus an der Zürcher Bahnhofstrasse.
Ab April pelzfreie Zone: Das Jelmoli-Haus an der Zürcher Bahnhofstrasse.
Key Chang, Keystone

Ab April 2019 wird es bei Jelmoli keine Echtpelz-Produkte mehr zu kaufen geben. Das teilte das traditionsreiche Warenhaus mit Sitz an der Zürcher Bahnhofstrasse heute Donnerstag mit. Geschäftsleiter Franco Savastano sagt, dass es nach wie vor eine Nachfrage nach Pelz gebe. Jelmoli sehe sich aber in der Verantwortung, nachhaltig zu agieren und so den Kunden «ein Umfeld zu bieten, mit dem sie sich zu 100 Prozent identifizieren können».

Der Zürcher Tierschutz war laut Savastano auf dem Weg zu diesem Entscheid ein «wichtiger Partner». Dort freut man sich über den grossen Erfolg. Nachdem man Jelmoli in den Jahren 2014 bis 2016 noch öffentlich kritisiert habe, habe sich das Traditionshaus offen für Gespräche gezeigt. Und nicht nur das: Jelmoli habe sich völlig transparent gegeben und die Tierschützer das Pelzsortiment kritisch durchleuchten lassen.

Darauf verzichtete Jelmoli ab 2017 unter anderem auf Pelz aus China, wo die Produktion laut dem Tierschutz besonders brutal ist. Jetzt folge mit dem kompletten Verzicht auf Echtpelz die letzte Konsequenz dieses schrittweisen Prozesses. Nadja Brodmann vom Zürcher Tierschutz glaubt, dass der Entscheid Signalwirkung hat: «Mit dem wegweisenden Pelzausstieg von Jelmoli steigt der Druck auf andere Modehäuser.»

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