Jetzt bekämpft Nationalrätin Kathy Riklin das Zürcher Stadion

Der Abstimmungskampf um das Zürcher Fussballstadion erhält überraschend ein neues Komitee: «Bürgerliches Nein zum Projekt Ensemble».

Will kein neues Fussballstadion: Die Zürcher Nationalrätin Kathy Riklin (CVP).

Will kein neues Fussballstadion: Die Zürcher Nationalrätin Kathy Riklin (CVP). Bild: Keystone

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Gegen den Bau des neuen Hardturm-Stadions hat sich eine neues Komitee formiert. Vertreter von SVP, CVP, EVP und FDP sind bei «Bürgerliches Nein zum Projekt Ensemble» dabei. Alle Komiteemitglieder wohnten in der Stadt Zürich - im Gegensatz zu den meisten Mitgliedern des Ja-Komitees, die auf dem Land ansässig sind, wie das Komitee heute Donnerstag mitteilte.

Das prominenteste Mitglied ist Nationalrätin Kathy Riklin (CVP), die sich «an vorderster Front» engagiere. Andere Mitglieder sind Alt-Gemeinderat und Alt-Kantonsrat Rolf Stucker (SVP) oder EVP-Gemeinderätin Claudia Rabelbauer. Auch zwei Freisinnige aus Höngg, Peter Aisslinger und Marcel Knörr, sind aufgeführt. Beide haben schon Ende vergangenen Jahres wegen den beiden geplanten Hochhäusern Widerstand angekündigt. Sie wollen unter anderem ihre Aussicht schützen.

Hooligans nicht im Griff

Die Gegner kritisieren das Projekt aus städtebaulichen und finanziellen Gründen. Sorgen bereitet ihnen ausserdem die zunehmende Fangewalt. Städtebaulich drohe der Stadt durch die beiden geplanten Wohntürme ein grosser Schaden, heisst es in der Mitteilung. Sie wären die höchsten Häuser im Kanton Zürich. Die Finanzierung des Vorhabens sei intransparent und das Stadion sei deutlich teurer, als wenn es von der Stadt direkt finanziert werden würde.

Ausserdem hätten die Fussballclubs das Problem der Hooligans überhaupt nicht im Griff. Dadurch fielen steigende Kosten für Polizei und Sicherheitskräfte an, die weitestgehend vom Steuerzahler bezahlt werden müssten.

Am 25. November stimmen die Stadtzürcher über das Projekt «Ensemble» ab. Dieses sieht auf dem Hardturmareal ein Fussballstadion, zwei 137 Meter hohe Wohntürme und eine Genossenschaftssiedlung vor. Klar dafür ausgesprochen hat sich der der rot-grün dominierte Stadtrat. Die Stadtzürcher Grünen und Sozialdemokraten haben die Nein-Parole, die SVP und FDP die Ja-Parole beschlossen. (sip/sda)

Erstellt: 11.10.2018, 09:26 Uhr

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