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Jetzt müssen Linke die Linken bremsen

Das rot-grüne Lager im Zürcher Gemeinderat wächst so stark, dass bürgerlicher Widerstand chancenlos wird. Vor allem die AL sieht sich gefordert.

In Partylaune: Die SP feiert am Sonntagabend ihren Wahlerfolg im Volkshaus. Vorne von links nach rechts: Daniel Jositsch (SP Ständerat), Davy Graf (SP-Fraktionschef im Gemeinderat), Andrea Sprecher (Generalsekretärin SP Kanton Zürich), Corine Mauch (Stadtpräsidentin SP), André Odermatt (Stadtrat SP) und Raphael Golta (Stadtrat SP). Im Hintergrund die Co-Präsidenten der SP Stadt Zürich Gabriela Rothenfluh und Marco Denoth.
In Partylaune: Die SP feiert am Sonntagabend ihren Wahlerfolg im Volkshaus. Vorne von links nach rechts: Daniel Jositsch (SP Ständerat), Davy Graf (SP-Fraktionschef im Gemeinderat), Andrea Sprecher (Generalsekretärin SP Kanton Zürich), Corine Mauch (Stadtpräsidentin SP), André Odermatt (Stadtrat SP) und Raphael Golta (Stadtrat SP). Im Hintergrund die Co-Präsidenten der SP Stadt Zürich Gabriela Rothenfluh und Marco Denoth.
Sabina Bobst

Alles muss man selber machen, sogar den Job des politischen Gegners. Das ist mehr als nur eine ironische Pointe des rot-grünen Totalerfolgs vom Sonntag: Es ist die neue Realität der Macht in Zürich. Weil die Bürgerlichen ihren Einfluss im Parlament verspielt haben, müssen die Linken jetzt auch deren Aufpasserrolle übernehmen – und sich selbst beaufsichtigen. Das war der Gedanke, der AL-Fraktionschef Andreas Kirstein am Montagmorgen umtrieb, während sich Sozialdemokraten und Grüne noch vom Rausch erholten. Er weiss: Diese Aufgabe wird zu einem guten Teil an seiner Partei hängen bleiben, an den selbst ernannten Unruhestiftern im linken Lager.

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