Jetzt sollen die Steuern sinken

Höhere Einkommen und Vermögen sollen weniger stark besteuert werden. Dies fordert FDP-Kantonsrätin Regine Sauter anlässlich des «Zürcher Steuermonitors 2015».

Anstehende Steuerreformen werfen ihre Schatten voraus.

Anstehende Steuerreformen werfen ihre Schatten voraus. Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Regine Sauter (FDP) kandidiert für den Nationalrat und ist Direktorin der Zürcher Handelskammer. Sie sieht in Steuerfragen grosse Herausforderungen auf den Kanton Zürich zukommen, wie sie im Rahmen des heute Dienstag präsentierten Zürcher Steuermonitors 2015 der KPMG und der Zürcher Handelskammer (ZHK) ausführte.

Im Gegensatz zu anderen Kantonen habe sich der Zürcher Regierungsrat noch nicht dazu geäussert, wie er auf die anstehende Unternehmenssteuerreform III reagieren wolle. Im Rahmen der Reform sollen unter anderem der kantonale Steuerstatus für Holding- und Verwaltungsgesellschaften abgeschafft und neue steuerliche Massnahmen kreiert werden.

Regierung muss Klarheit schaffen

Das Agieren des Regierungsrats schaffe Unsicherheit, was ein Standortnachteil sei, sagt Sauter. Die Regierung muss Klarheit schaffen und sich zur angestrebten Steuerbelastung äussern. Sauter kritisiert auch die steuerliche Belastung für sehr hohe Einkommen und Vermögen im Kanton Zürich im Vergleich zu den umliegenden Kantonen.

Kantonsrätin Esther Guyer (Grüne) sieht den Kanton Zürich nicht in Zugzwang. Zuerst müsse der Bund bei der Unternehmenssteuerreform III vorwärtsmachen. Der Kanton Zürich sei ein Standort mit vielen Qualitäten, auch die Innerschweiz profitiere vom reichen Zürcher Kulturangebot. Diese habe sich in einem beispiellosen Steuerwettbewerb zu Tode gespart, jetzt fehle Geld.

Bund soll für Mindereinnahmen aufkommen

Untätig geblieben ist der Regierungsrat im Hinblick auf die Unternehmenssteuerreform III nicht. Auf eine Anfrage aus dem Kantonsrat schreibt er im Juli: Er habe anerkannt, dass Änderungen der heutigen Regelungen zur Unternehmensbesteuerung unumgänglich sind. Er erwarte aber, dass der Bund für den grössten Teil der Mindereinnahmen der Kantone aufkomme.

Wie hoch diese ausfallen werden, ist laut Regierungsrat ausserordentlich schwierig zu schätzen. Dies hänge davon ab, wie stark die anderen Kantone die Steuersätze für ordentlich besteuerte Gesellschaften senkten und wie die Unternehmen auf die vorgesehenen steuerlichen Massnahmen reagierten.

Erstellt: 22.09.2015, 16:31 Uhr

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